Peru / Politik / Soziales

Peruanische Ärzte streiken für höhere Gehälter

Lima. Am Dienstag haben in Peru fast 15.000 Ärzte ihre Arbeit niedergelegt und sind in Lima auf die Straße gegangen. Die Ärzte des peruanischen Gesundheitsministeriums (MINSA) hatten zum unbefristeten Streik aufgerufen, um so eine Erhöhung und Angleichung der Gehälter und die Verbesserung der medizinischen Infrastruktur und Ausstattung zu erreichen.

Ein peruanischer Arzt erhalte zwischen 850 und 3.400 Nuevos Soles (250 und 1.000 Euro), sagte der Präsident des peruanischen Ärzteverbandes, César Palomino. Nun fordern sie 6.800 Nuevos Soles. Palomino beruft sich dabei auf Ergebnisse, die Ärzte der Vereinigung "Soziale Sicherheit der Gesundheit" (Essalud) Anfang des Monats nach einer Streikserie erzielt hatten. Zudem versicherte er, die medizinische Notversorgung und Intensivpflege sei während des Streiks gewährleistet. Gesundheitsministerin Midori de Habich hat indes die streikenden Ärzte gebeten, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Am 8. September hatten die Ärzte der Essalud nach 33 Tagen Streik eine Einigung mit der Regierung und somit Gehaltserhöhungen durchgesetzt.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr