Venezuela / Politik

Reaktionen auf Kommunalwahl in Venezuela

Caracas. Nach den Regionalwahlen in Venezuela, bei denen die Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) in 20 von 23 Bundesstaaten siegte, fielen die Reaktionen auf das Ergebnis unterschiedlich aus.

Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski feierte mit Anhängern seine Wiederwahl als Gouverneur von Miranda, bedauerte aber gleichzeitig die Niederlage der Opposition in ihren ehemaligen Hochburgen Zulia, Táchira und Carabobo. Zudem muss Capriles in den nächsten vier Jahren mit Widerständen im eigenen Staat rechnen, da die PSUV eine Mehrheit im Parlament von Miranda erringen konnte.

Oscar Schemel, Präsident des Meinungsforschungsinstituts Hinterlaces, sprach von einem "eindrücklichen Sieg des Chavismus". In Bezug auf Miranda hob Schemel die niedrige Wahlbeteiligung hervor, die für die Niederlage des PSUV-Kandidaten Elías Jaua verantwortlich sein könnte.

Jorge Rodríguez, Wahlkampfleiter der PSUV, freute sich über "einen Sieg des Volkes, einen Sieg für den Präsidenten Chávez". Er rief die Anhänger der Regierung auf, ruhig und friedlich zu feiern.

Der Direktor des Instituts Consultores 30-11, Germán Campos, betonte die "Qualität, Transparenz und Stärke des venezolanischen Wahlsystems". Die Tatsache, dass wenige Stunden nach Schließung der Wahllokale die Resultate sämtlicher Wahlbezirke im Internet veröffentlicht und für die Bürger einsehbar waren, spreche für die Effizienz und Transparenz der venezolanischen Wahlbehörde, so Campos.

Am Montag präsentierte die Internationale Wahlbegleiterdelegation ihren Abschlussbericht zum Wahlprozess. Die Delegation mit Vertretern aus 18 lateinamerikanischen und europäischen Ländern bezeichnete die Wahlen als beispielhaft. "Wir konnten eine tiefe Verwurzelung der venezolanischen Demokratie und ein großes Vertrauen der Bevölkerung in die Wahlbehörden feststellen", heißt es in dem Bericht.

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