Ecuador / Politik

Ecuador: Jugendliche präsentieren Forderungen an Präsidenten

Quito. Kinder- und Jugendorganisationen Ecuadors haben Vorschläge für die acht Präsidentschaftskandidaten ausgearbeitet, die bei den Wahlen am 17. Februar 2013 antreten werden. Das Dokument gibt die Ergebnisse einer Kampagne wieder, die unter dem Motto "Mirame a los ojos otra vez" (Sieh mir wieder in die Augen) vom 19. bis 30. November dieses Jahres stattfand, sagte einer der Sprecher der "Nationalen Bewegung für die Kindheit", Darío Terán. Die Kampagne umfasste landesweite Debatten und Informationsveranstaltungen über das Wahlsystem und die Wichtigkeit, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen sind rund 600.000 Jugendliche ab 16 Jahren wahlberechtigt. Die Programme einiger Präsidentschaftskandidaten beinhalteten besondere Projekte für Kinder und Jugendliche. Andere, vor allem diejenigen der rechten Parteien, ignorierten diesen wichtigen Teil der Bevölkerung, so Terán weiter.

In dieser Initiative, die vom Nationalen Wahlrat Ecuadors (CNE) unterstützt wird, sprechen sich die Kinder und Jugendlichen für das Recht auf Kommunikation ohne Gewalt aus, für eine Erziehung, die auf das Zusammenleben orientiert ist sowie für das Recht auf politische Teilhabe. Gefordert werden auch eine ausreichende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung und die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen des Gesundheits- und Bildungssystems bei der Sexualaufklärung. Der Schutz für Kinder und Jugendliche, Gerechtigkeit und eine gesunde Umwelt sind ebenfalls Themen, die die ecuadorianischen Jugendlichen beschäftigen, so ein Mitglied des CNE, Nubia Villacís.

Für den 10. Januar ist ein Zusammentreffen Tausender Kinder und Jugendlicher mit den Präsidentschaftskandidaten geplant.

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