Caracas. Der US-Angriff am Samstagmorgen auf Venezuela hat nach Informationen der New York Times mindestens 80 Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten befänden sich sowohl Militärs als auch Zivilisten. Zuvor hatte die US-amerikanische Zeitung von 40 Toten gesprochen. Von offizieller Seite aus Venezuela gab es noch keine konkreten Angaben über die Opfer. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez bestätigte aber, dass es Tote und Verletzte unter Zivilisten und Soldaten gegeben habe.
Nach Informationen von BBC habe sich der erste Angriff in der Nacht auf Samstag gegen 1:50 Uhr Ortszeit ereignet, ein zweiter Angriff erfolgte um 2:38 Uhr. Getroffen wurden dabei nicht nur die Hauptstadt Caracas. "Erhebliche Explosionen" wurden auch aus dem Bundesstaat La Guaira am karibischen Meer gemeldet, etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Caracas. Die Region soll am stärksten von den Angriffen betroffen worden sein. Der iranische Sender HispanTV berichtete unter Berufung auf das Instituto Venezolano de los Seguros Sociales, dass bei dem Angriff auch Lagerhäuser mit "lebenswichtigem" medizinischem Zubehör zerstört wurden.
Weitere Angriffe richteten sich gegen die Stadt Higuerote, ebenfalls an der Karibik gelegen, auch den Bundesstaat Aragua westlich der Hauptstadt Caracas und den Luftwaffenstützpunkt La Carlota griffen die US-Einheiten an.
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Verteidigungsminister Vladimir Padrino López erklärte, dass bei der Attacke "große Teile des Sicherheitsteams des Präsidenten, Soldaten und Zivilisten kaltblütig ermordet worden."
Auf Seiten der Angreifer wurden Soldaten verletzt, aber niemand getötet, erklärte US-Präsident Donald Trump am Samstag. Ein Hubschrauber habe "erhebliche Schäden" erlitten. Bei der US-Attacke am Samstagmorgen waren Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores entführt und in die USA verschleppt worden.

