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30.05.2017 Ecuador / Politik / Wirtschaft

Ecuador nach dem Wahlsieg von Lenín Moreno

Rückblick auf ein Jahrzehnt "Bürgerrevolution" und Ausblick in ungewisse Zeiten
Amtsübergabe am 24. Mai 2017: Lenín Moreno tritt die Nachfolge von Rafael Correa als Präsident von Ecuador an

Amtsübergabe am 24. Mai 2017: Lenín Moreno tritt die Nachfolge von Rafael Correa als Präsident von Ecuador an

Quelle: Andes
Lizenz: CC by-sa 2.0

Nach vielen Jahren großer sozialer Ungleichheit und politischer Instabilität wurden in Ecuador unter dem bisherigen Präsidenten Rafael Correa ab 2007 politische, ökonomische und soziale Reformen durchgesetzt. Der Staat konnte seine Handlungsfähigkeit zurückgewinnen und die Teilhabe an sozialen Rechten ausdehnen. Diese Entwicklung war nicht allein auf Erdöl gebaut, sondern basierte auch auf Fortschritten in der Steuerpolitik. Und doch ist das dollarisierte Ecuador weiterhin vom Erdöl abhängig. Bei der Stichwahl am 2. April konnte sich Correas ehemaliger Vizepräsident Lenín Moreno knapp gegen den rechten Oppositionskandidaten Guillermo Lasso durchsetzen. Damit konnte der Rechtstrend in Lateinamerika zunächst gestoppt werden, fraglich ist aber, ob auch eine Vertiefung der Bürgerrevolution möglich sein wird.

Amerika21-Autor Timm B. Schützhofer promoviert an der Universität Kassel zur Fiskalpolitik Ecuadors im Kontext der Rohstoffabhängigkeit. Auf dieser Grundlage wird er Erfolge und Defizite der Bürgerrevolution analysieren und auf Ziele, Forderungen und Versprechungen der zur Wahl angetretenen Parteien eingehen.

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