Venezuela / Politik

Venezuela: Opposition klagt beim Obersten Gerichtshof für Neuwahlen

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Knapp unterlegen: Henrique Capriles verlor die Wahl gegen Nicolás Maduro mit rund 224.000 Stimmen
Knapp unterlegen: Henrique Capriles verlor die Wahl gegen Nicolás Maduro mit rund 224.000 Stimmen

Caracas. Knapp drei Wochen nach den Präsidentschaftswahlen in Venezuela hat der unterlegene Kandidat der Opposition, Henrique Capriles Radonski, beim Obersten Gerichtshof (TSJ) Klage eingereicht, um Neuwahlen zu erzwingen. Nach Angaben des Anwaltes und Experten für Wahlrecht, Alirio Naime, bezieht sich die Klage auf "Bestechlichkeit, Gewalt und Betrug" vor und während den Wahlen. Die Überprüfung durch das Gericht werde zwischen drei und sechs Wochen dauern.

Bei einer Pressekonferenz gestern Abend, bei der Capriles die Einreichung der Klage bekanntgab, wiederholte er die Anschuldigungen gegen den Nationalen Wahlrat CNE. Mehr als 200.000 Tote und 21.000 Namensgleiche mit zwei Personalausweisen seien in den Wahllisten geführt worden. Warum diese Beschwerden nicht sofort von Angehörigen seines Wahlkommandos, die Wochen vor dem Wahltag bei den ausgiebigen Überprüfungen der Wahlregister beteiligt waren, vorgebracht wurden, erklärte Capriles nicht. Hingegen kündigte er bereits an, vor internationale Instanzen zu ziehen, da er vom Obersten Gericht in Venezuela keine Gerechtigkeit erwarte.

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