Guatemala: Sprecher von Bauernorganisation ermordet

logo_de_codeca.jpg

Logo des Komitees für Landwirtschaftliche Entwicklung
Logo des Komitees für Landwirtschaftliche Entwicklung

Guatemala-Stadt. In einer Pressemitteilung hat das Komitee für Landwirtschaftliche Entwicklung CODECA (Comité de Desarrollo Campesino) bekannt gegeben, dass der Aktivist Héctor Amado Morales ermordet worden ist. Amado Morales war der lokale Leiter dieser Organisation in Nueva Concepción, Escuintla. Der Pressemitteilung zufolge drangen am Abend des 25. August mehrere maskierte Männer in das Wohnhaus von Amado Morales ein, fesselten die Familie, folterten ihn und schnitten ihm schließlich in der Küche die Kehle durch. Dieser Mord geschah nur fünf Tage nach großen und friedlichen Demonstrationen in 20 Provinzen Guatemalas. Auf diesen Demonstrationen wurde die Regierung aufgefordert, die Forderungen der Bevölkerung zu beachten und die Repression gegen die sozialen Bewegungen zu stoppen.

In der Pressemitteilung weist CODECA zudem darauf hin, dass bereits im Juli ein führender Aktivist im Kampf um das Recht auf Strom in Huehuetenango ermordet wurde. Auch der nun ermordete Amado Morales war als örtlicher Vorsitzender dieser Gruppe im Kampf für eine Verstaatlichung des Stromnetzes engagiert.

CODECA fordert die Behörden und verantwortlichen Stellen auf, alles zu tun, um die Verfolgung, Bedrohung und Ermordung von Aktivisten der sozialen Bewegungen zu stoppen. Zudem solle die Regierung auf die Forderungen der Bevölkerung eingehen, anstatt auf soziale Kämpfe mit Repression zu reagieren. Der organisierte Teil der Bevölkerung beanspruche lediglich seine legitimen Rechte und ein würdiges Leben.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr