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Internationales Landwirtschaftsforum in Havanna

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Plakat zur Ankündigung des Forums
Plakat zur Ankündigung des Forums

Havanna. Rund 280 Delegierte und Gäste aus 20 Ländern haben vom 17. bis zum 24. November am 4. Internationalen Forum für Agrarökologie und Genossenschaftswesen in der kubanischen Hauptstadt teilgenommen.

Das Forum diente dem Austausch von Erfahrungen im Bereich ökologische Landwirtschaft zwischen Delegierten aus Ländern wie Brasilien, Frankreich, den USA, Simbabwe und Mali. Neben Vorträgen besuchten die Delegierten auch ländliche Provinzen auf Kuba und machten Führungen durch Genossenschaften.

In der am letzten Forumstag veröffentlichten Abschlusserklärung wurde als zum Ziel formuliert, Agrarreformen zugunsten der Bauern durchzuführen und Landakkumulation durch Unternehmen und Einzelpersonen zu bekämpfen.

Der Vorsitzende des kubanischen Kleinbauernverbandes (ANAP), Félix González, machte deutlich, dass die auf dem Forum behandelten Themen von großer Bedeutung sind. Denn sie unterstützen die Bauern dabei, die durch die komplexe weltweite Situation entstandenen Probleme im Agrarbereich zu überwinden und Alternativen zu finden. Probleme in der Landwirtschaft finden sich unter anderem bei dem gerechten Zugange zum Agrarland, der Vermarktung der Produkte, dem Zugang zu Krediten sowie dem Mangel an technischer Beratung und Material. Auf dem Forum wurden auch Strategien analysiert, mit denen eine nachhaltige ländliche Entwicklung gefördert werden soll. Außerdem soll die Exklusion vieler Familien und Gemeinschaften auf dem Land angegangen werden.

González betonte, dass sich die agrarwirtschaftliche Bewegung in Kuba seit über 15 Jahren unter Beteiligung von über zehntausenden Familien mit ermutigenden Ergebnissen entwickle. Mehr als 170.000 Familien hätten 1,5 Millionen Hektar Land zur kostenlosen Nutzung erhalten. Dies habe die Zahl der Familien und der Agrarfläche in Händen der Bauern praktisch verdoppelt. Zudem würden tausende Fachkräfte ausgebildet, um diesen Prozess weiter voranzutreiben.

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