Venezuela erreicht stärkste Armutsminderung in Lateinamerika

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Logo der Wirtschaftskommission der UNO für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL)
Logo der Wirtschaftskommission der UNO für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL)

Santiago de Chile. Venezuela ist das Land in Lateinamerika mit dem größten prozentualen Rückgang der Armut. Dies geht aus dem neuen Sozialbericht der Wirtschaftskommission der UNO für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) hervor. Demnach ging die Armutsrate in dem südamerikanischen Land zwischen 2011 und 2012 um 5,6 Prozentpunkte auf 23,9 Prozent zurück.

Laut dem Bericht "Soziales Panorama in Lateinamerika 2013", der am Donnerstag in der chilenischen Hauptstadt veröffentlicht wurde, sank die Armut in Ecuador von 35,3 auf 32,2 Prozent und in Brasilien von 20,9 bis 18,6 Prozent. In Peru ging die Armut im Jahr 2012 zurück (27,8 auf 25,8 Prozent), ebenso in Argentinien (5,7 auf 4,3 Prozent) und Kolumbien (34,2 auf 32,9 Prozent). Auf gleichem Niveau blieb sie dagegen in Costa Rica (17,8 Prozent), El Salvador (45,3 Prozent), Uruguay (5,9 Prozent) und der Dominikanischen Republik (41,2 Prozent), während sie in Mexiko von 36,3 auf 37,1 Prozent anstieg.

Die Exekutivsekretärin der Kommission, Alicia Bárcena Ibarra aus Mexiko, hatte unlängst die Regierungen von Venezuela, Bolivien und Peru als Beispiel für politische Anstrengungen bei der Reduzierung der Armut in der Region hervorgehoben.

In dem CEPAL-Bericht heißt es, dass in Lateinamerika und der Karibik zum Ende dieses Jahres insgesamt 164 Millionen Menschen von Armut betroffen sind, das entspricht 27,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Diese Zahl ähnelt den Vorjahreszahlen, die einen leichten, stetigen Rückgang in den letzten Jahren anzeigen.

Laut Einschätzung der CEPAL wird sich im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren der Rhythmus verlangsamen, mit dem Armut und Bedürftigkeit zurückgehen. Dies hänge mit dem stagnierenden Wirtschaftswachstum in der Region und dem Anstieg der Lebensmittelpreise zusammen. "Seit 2002 ist die Armut in Lateinamerika um 15,7 und die Bedürftigkeit um acht Prozentpunkte zurückgegangen, aber die jüngsten Zahlen zeigen eine Verlangsamung", sagte Bárcena bei der Vorstellung des Berichts.

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