Lateinamerika / Politik

Letzte Vorbereitungen für Celac-Gipfel in Kuba

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Der zweite Celac-Gipfel findet am 28. und 29. Januar in Havanna statt
Der zweite Celac-Gipfel findet am 28. und 29. Januar in Havanna statt

Havanna. Am kommenden Dienstag beginnt in der kubanischen Hauptstadt das zweite Gipfeltreffen der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac). Kuba hat derzeit den Vorsitz im Bündnis inne.

Dem zweitägigen Treffen der Staats- und Regierungschefs der 33 Mitgliedsstaaten gehen die Tagungen der Experten an diesem Wochenende und der Außenminister am 27. Januar voraus. Laut Tagesordnung findet die Eröffnungssitzung am Morgen des 28. Januar im Kongressgebäude auf dem Messegelände Pabexpo in Havanna statt, dem Ort aller Aktivitäten des Gipfels. An beiden Tagen sind Plenarsitzungen vorgesehen.

Das zentrale Thema des Gipfels ist nach Angaben der stellvertretenden kubanischen Außenministerin, Ana Teresita Gonzalez Fraga, der Kampf gegen Armut, Hunger und Ungleichheit. So wird ein Hauptkomplex die Ernährungssicherheit sein, die seit dem Jahr 2008 als Folge der Explosion der Lebensmittelpreise immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Von den Preissteigerungen sind die rund 164 Millionen Armen in Lateinamerika besonders betroffen. Die Verpflichtung, dieses Problem zu lösen, wurde in der Erklärung des Celac-Gipfels in Santiago de Chile im Januar 2013 festgehalten.

Weitere Themen werden die Einbeziehung Puerto Ricos in das Bündnis und ein Vorschlag Venezuelas sein, "Lateinamerika und die Karibik als ein von Kolonien freies Territorium" zu bestimmen. Kuba will anregen, Lateinamerika zu einer Zone des Friedens zu erklären, in der alle Meinungsverschiedenheiten friedlich gelöst werden."

Die Celac entstand auf Initiative des verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez. Zum ersten Mal in der Geschichte der Region organisieren sich die 33 lateinamerikanischen und karibischen Länder ohne die USA. "Die Celac ist das wichtigste Projekt der politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Einheit unserer zeitgenössischen Geschichte. Wir haben jedes Recht, stolz zu sein", sagte Chávez beim Gründungsgipfel in Caracas im Dezember 2011.

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