Vereinte Nationen rufen zum Dialog in Venezuela auf

onu.jpg

Das UN-Büro in Venezuela ruft zum Dialog auf
Das UN-Büro in Venezuela ruft zum Dialog auf

Caracas. Das Büro der Vereinten Nationen (UN) in Venezuela hat am Samstag eine Erklärung veröffentlicht, in der zu einem Ende der Gewalt und zum Dialog in dem südamerikanischen Land aufgerufen wird.

"Wir bekräftigen die Forderung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, den Schutz der Menschenrechte aller Venezolaner zu gewährleisten", heißt es darin. Zugleich werden "die Anstrengungen begrüßt, die im Rahmen der nationalen und regionalen Friedenskonferenzen und der Ankündigung von Präsident Nicolás Maduro zur Schaffung des Nationalen Rates für Menschenrechte unternommen werden."

Das UN-Büro betont weiter, dass "jede Gewalttat, die Zerstörung öffentlichen und privaten Eigentums und die Behinderung der Bewegungsfreiheit der Bürger" abgelehnt werden und drückt seine Besorgnis über die zahlreichen Todesfälle aus, die seit Beginn der gewaltsamen Zusammenstöße am 12. Februar zu beklagen sind.

Ihnen gefällt, was Sie lesen?

Das freut uns. Unterstützen Sie unsere Arbeit, regelmäßige Spenden helfen uns, das Projekt amerika21 nachhaltig aufzustellen.

Ihr amerika21-Team

In diesem Zusammenhang rufen die UN "die Bürger Venezuelas auf, das Recht auf Leben sicherzustellen, zu respektieren und wertzuschätzen." Darüber hinaus unterstreichen sie ihr Engagement für den Frieden und begrüßen die Ergebnisse des jüngsten Besuches der Kommission der Außenminister der Unasur in Venezuela. Man hoffe, dass "die Initiative zum Dialog die Unterstützung aller relevanten Akteure" haben möge.

Präsident Maduro hatte am vergangenen Freitag per Dekret den Nationalen Rat für Menschenrechte geschaffen. Seine Aufgabe soll "die Koordinierung, Unterstützung und Förderung der staatlichen Politiken zur Garantie, zum Schutz und zur Bewahrung der freien Ausübung der Menschenrechte bei der Suche nach Frieden und sozialer Gerechtigkeit" sein, heißt es im Amtsblatt. Dem Rat, der von Vizepräsident Jorge Arreaza geleitet wird, gehören unter anderem der Innen- und Justizminister, die Generalstaatsanwältin und die Ombudsfrau an. Außerdem sollen zwei Vertreter des Parlaments und drei Menschenrechtsorganisationen teilnehmen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr