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BKA unterstützte vor WM umstrittene Spezialeinheiten aus Brasilien

Angehörige der BOPE-Einheiten aus Brasilien

Angehörige der BOPE-Einheiten aus Brasilien

Berlin/Brasília. Deutsche Polizeibehörden haben sich nach Angaben des Bundestagsabgeordneten der Linkspartei, Andrej Hunko, mit brasilianischen Spezialeinheiten getroffen, um Kenntnisse für die anstehende Fußballweltmeisterschaft auszutauschen. Auch die für ihre Brutalität in Favelas berüchtigte Militärpolizei  "Batalhao Operacoes Policais Especais" (BOPE) sei dabei eingeladen worden. "Diese unzulässige zivil-militärische Beihilfe muss im Bundestag zur Sprache kommen", so Hunko anlässlich einer Antwort der Bundesregierung zur Unterstützung des Bundesinnenministeriums für die FIFA 2014.

Der "Expertenaustausch" beim Spezialeinsatzkommando Hannover fand demnach unter Federführung des Bundeskriminalamtes im Herbst 2013 statt. Teilgenommen hätten die Spezialkräfte BOPE und "Divisao Operacoes Especais" (DOE). Ein Jahr zuvor führte das Bundesinnenministerium ein Symposium durch, um polizeiliche und geheimdienstliche Erfahrungen zur Sicherheitsarchitektur von Großveranstaltungen weiterzugeben.

Hunko kritisierte, dass die brasilianische Sicherheitsarchitektur "symbolhaft für die mittlerweile übliche polizeiliche Vorbereitung auf internationale Großereignisse" stehe. Das bei der brasilianischen Polizei eingerichtete Sondersekretariat für Großveranstaltungen ähnele einer Initiative der EU-Kommission, die einen permanenten Beauftragten für die Sicherheitsarchitektur bei Gipfeltreffen oder Sportereignissen einsetzen wolle. "Die immer zahlreicher werdenden Proteste in mehreren brasilianischen Städten zeigen, dass die Sicherheitsarchitektur für die Teilnehmenden der WM errichtet wurde", so Hunko weiter. Die Bevölkerung gehe leer aus und wird von der Militärpolizei gedemütigt, terrorisiert und vertrieben.

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