Ecuadors Präsident Correa: Lateinamerika braucht Sozialismus

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Ecuadors Präsident Rafael Correa beim 4. Esquipulas Regionalforum in Guatemala-Stadt
Ecuadors Präsident Rafael Correa beim 4. Esquipulas Regionalforum in Guatemala-Stadt

Guatemala-Stadt. Für den Präsidenten von Ecuador, Rafael Correa, ist der Sozialismus die einzige Lösung für eine von sozialer Ungleichheit geprägte Region wie Lateinamerika. Dies sagte er unlängst beim 4. Esquipulas Regionalforum in Guatemala, wo er über das "ecuadorianische Modell" referierte.

Bei der Eröffnungsveranstaltung des Forums hielt Correa einen Vortrag zum Beispiel Ecuador unter dem Titel: "Eine andere Vision für die wirtschaftliche Entwicklung". Zu den wichtigsten Maßnahmen seiner Regierung gehörten demnach der Rückkauf eines Großteils der Auslandsschulden zu einem Drittel ihres Wertes, die Neuverhandlung der Öl-Verträge, so dass der Staat höhere Gewinne erhält, sowie eine Verdreifachung der Steuereinnahmen, um daraus öffentliche Arbeiten zugunsten der Bevölkerungsmehrheit zu investieren. Correa betonte besonders die Bedeutung der Bildung, die ein Recht sei und die Talente der Menschen zur Geltung bringe. Ecuador habe die Ungleichheit bei den Einkommen um acht Prozentpunkte verringert - und damit vier Mal so stark wie im lateinamerikanischen Durchschnitt. Vor allem sei es gelungen, zwischen 2006 und 2013 rund eine Million Ecuadorianer aus der Situation der Armut herauszubringen.

"Die Überwindung der Armut ist der größte moralische Imperativ für die Welt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit ist die Armut das Ergebnis ungerechter und ausschließender Systeme. Dies wird durch politische Prozesse gelöst werden. Darum sind wir hier, wir wollen inklusive Strukturen schaffen", so der Präsident.

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