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10.11.2014 EU / Kuba / Politik / Wirtschaft

Wirtschaftsbeziehungen zwischen EU und Kuba gestärkt

An der 32. FIHAV nahmen rund 3.000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern teil

An der 32. FIHAV nahmen rund 3.000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern teil

Quelle: euro-cuba.org

Havanna. Der Handel zwischen der Europäischen Union (EU) und Kuba hat in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Die EU sei heute nach Venezuela der zweitgrößte Handelspartner der sozialistischen Karibikinsel, sagte der EU-Botschafter in Havanna, Herman Portocarero, gegenüber Medienvertretern am vergangenen Freitag.

Man sei im Dialog mit Kuba bezüglich der Wirtschaftsbeziehungen vorangekommen. Am 8. und 9. Januar nächsten Jahres soll die dritte Runde der Verhandlungen zwischen der EU und Kuba stattfinden, um ein bilaterales Abkommen für die politische und regionale Kooperation zu vereinbaren. Es gehe bei diesen Verhandlungen nicht um ein Freihandelsabkommen, wie es kürzlich mit Ländern Mittelamerikas unterzeichnet worden sei, sondern zunächst um die Absicherung internationaler Statuten und den Investitionsschutz, so der EU-Botschafter weiter.

Portocarero, der an der Konferenz "Herausforderungen und Chancen beim Export in die Europäische Union" im Rahmen der Internationalen Messe FIHAV 2014 in der kubanischen Hauptstadt teilnahm, betonte die "ernsten Absichten" der EU, Kuba bei der Integration in den europäischen Markt zu unterstützen.

Einige Tage zuvor hatte sich der italienische Vizeminister für Wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda, in Havanna für einen Kooperationsvertrag zwischen der EU und Kuba ausgesprochen. Er kündigte außerdem an, dass er Havanna Mitte 2015 erneut besuchen werde, dann aber zusammen mit Vertretern großer Bankhäuser und Unternehmen. Aus Portugal waren mit dem stellvertretenden Premierminister Paulo Portas und dem für Außenhandel zuständigen Minister Antonio Carricarte ebenfalls hochrangige Regierungsvertreter auf der FIHAV anwesend. Deutsche Unternehmen beteiligten sich mit einem Gemeinschaftsstand an der Messe, die am Samstag zu Ende ging. 37 Firmen waren vertreten, darunter Bayer, Bosch, MAN, und ThyssenKrupp. Insgesamt nahmen an der 32. FIHAV rund 3.000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern teil. Am stärksten präsent war Spanien, Kubas drittwichtigster Importpartner und ausländischer Hauptinvestor im Tourismusbereich.

Der Vizepräsident des kubanischen Ministerrates, Ricardo Cabrisas, bezeichnete die FIHAV 2014 indes als "Meilenstein" , da sie die erste Messe war, bei der für Kuba die Förderung ausländischer Investitionen im Mittelpunkt stand. Dafür gebe es verstärktes internationales Interesse, so sein Fazit.

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