DruckversionEinem Freund senden
05.03.2015 El Salvador / Politik

Vorläufige Wahlergebnisse in El Salvador

FMLN-Mitglieder feiern ihren Sieg. In der Bildmitte Generalsekretär Medard González , links neben ihm der neue Bürgermeister von San Salvador, Nayib Bukele

FMLN-Mitglieder feiern ihren Sieg. In der Bildmitte Generalsekretär Medard González , links neben ihm der neue Bürgermeister von San Salvador, Nayib Bukele

Quelle: fmln.org.sv

San Salvador. Noch liegen die offiziellen Ergebnisse der Parlaments- und Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag in El Salvador nicht vor, dennoch haben sich Regierungspartei und Opposition zu Siegern erklärt. Neben den Bürgermeistern wurden 84 Parlamentsabgeordnete und 20 Abgeordnete für das Zentralamerikanische Parlament gewählt.

Für die aus der Befreiungsbewegung FMLN (Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí) hervorgegangene Regierungspartei erklärte der Generalsekretär Medard González gegenüber Prensa Latina: "Wir haben die Hauptstadt Salvador und andere wichtige Städte gewonnen". Insgesamt hat die Partei 86 Bürgermeisterämter erhalten. Das sind weniger als die 92 bei den vergangenen Wahlen im Jahr 2012. Wie González erläuterte, haben sie jedoch größere Städte gewonnen und repräsentieren damit 68 Prozent anstatt der bisherigen 49 Prozent der Bevölkerung.

Der Vertreter der Oppositionspartei Jorge Velado von der rechtsgerichteten Partei "Nationalrepublikanische Allianz" (ARENA) wiederum interpretierte das Ergebnis als ihren Sieg, da sie mehr Bürgermeisterämter gewonnen haben und jetzt "die stärkste politische Kraft im Land" seien. Den Sieg der FMLN in der Hauptstadt erkannte der bisherige regierende Bürgermeister Edwin Zamora an und gratulierte seinem Nachfolger Nayib Buhle.

Durch technische Schwierigkeiten kam es bei der Auswertung und Übermittlung der Ergebnisse zu Problemen. Die Wahlkommission teilte mit, dass das offizielle Resultat in den nächsten zehn Tagen zu erwarten sei.

In El Salvador waren fünf Millionen Stimmberechtigte zu den Wahlen aufgerufen. Nach Bekundungen von internationalen Wahlbeobachtern, Parteienvertretern und dem Wahlrat des Landes verliefen sie ohne größere Zwischenfälle.

In dem mittelamerikanischen Land herrschte von 1980 bis 1991 ein Bürgerkrieg. Die Militärdiktatur, unterstützt durch die USA, wurde durch die Guerillabewegung FMLN bekämpft. Im Jahr 1992 wurde ein Friedensabkommen geschlossen, in dessen Folge sie sich als politische Partei konstituierte. Die rechtsgerichtete ARENA-Partei regierte bis 2009 und wurde dann durch die FMLN abgelöst. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen im Juni 2014 gewann ihr Kandidat Salvador Sánchez Ceren nur knapp mit 51 Prozent.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

29.01.2015 Nachricht von Jana Flörchinger
01.06.2014 Nachricht von Christa Rahner-Göhring