Ecuador / Umwelt

Urteil gegen Chevron wegen Umweltverschmutzung in Ecuador

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Chevron ist Nachfolger der Firma Texaco, die in dem Amazonasgebiet 5 Millionen Kubikmeter Boden verseucht hat.
Chevron ist Nachfolger der Firma Texaco, die in dem Amazonasgebiet 5 Millionen Kubikmeter Boden verseucht hat.

Ontario/Quito. Der Oberste Gerichtshof Kanadas hat den Klägern aus Ecuador gegen das Erdölunternehmen Chevron Recht gegeben. Chevron sei für die Verseuchung des Gebietes im Amazonasgebiet verantwortlich und müsse das Urteil des Gerichtes in Ecuador aus dem Jahre 2011 anerkennen. Humberto Piaguaje, der Sprecher der Vereinigung der von Chevron Geschädigten, begrüßte das Urteil und nannte es den größten Erfolg ihres 22-jährigen Kampfes für die Entschädigung.

Jetzt könnten sie beginnen, das Geld von Chevron einzuziehen und die Schäden zu beseitigen. Der kanadische Anwalt Alan Lenczer erklärte, dass das Gericht in Kanada das Urteil des ecuadorianischen Gerichts amtlich bestätigt hätte. Da Chevron, dessen Sitz in den USA ist, große Vermögen in Kanada habe, wäre nun die Möglichkeit gegeben die Schadensersatzzahlungen in Kanada einzuziehen.

Das ehemalige US-Erdölunternehmen Texaco war in Ecuador zwischen 1964 und 1990 tätig und hat im Amazonasgebiet fünf Millionen Kubikmeter Boden verseuch. Im Jahr 2001 ging das Unternehmen in Chevron auf. Das Oberste Gericht Ecuadors hatte 2011 Chevron zur Zahlung von 9,5 Milliarden Dollar Schadensersatzzahlungen verurteilt. Der Konzern lehnte das Urteil und damit die Zahlung ab. Chevron hat nun 30 Tage Zeit um gegen das Urteil des kanadischen Gerichtshofes Revision einzulegen.

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