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21.09.2015 Bolivien / Politik / Soziales / Umwelt

Bolivien lädt mit Blick auf COP21-Konferenz zu alternativem Klimagipfel ein

Teilnehmer des ersten alternativen Klimagipfels 2010 in Bolivien

Teilnehmer des ersten alternativen Klimagipfels 2010 in Bolivien

Quelle: redes.org.uy

La Paz. Die linksgerichtete Regierung von Boliviens Präsident Evo Morales lädt im Vorfeld der UN-Klimakonferenz zu einem alternativen Treffen von Basis- und Umweltorganisationen ein, um deren Positionen zu stärken. Rund zwei Monate vor der UN-Konferenz, die im Dezember in Paris stattfindet, soll die "Zweite Weltkonferenz  der Völker über Klimaschutz und die Verteidigung des Lebens"  vom 10. bis zum 12.Oktober im bolivianischen Tiquipaya stattfinden.

Die Einladung erfolge "in Anbetracht der Dringlichkeit, eigene Lösungsvorschläge für die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu erarbeiten und bei der UN Klimakonferenz  diesbezüglich eine gemeinsame Position vorzulegen", heißt es in einer Presseerklärung der bolivianischen Botschaft in Berlin.

Die "Erste Weltkonferenz der Völker über Klimaschutz und die Rechte der Mutter Erde” hatte im April 2010 stattgefunden. Sie war eine Antwort auf den Klimagipfel von Kopenhagen von 2009, der als gescheitert bezeichnet wurde.

"Angesichts der Auswirkungen des Klimawandels, die das Leben der Menschen und der Mutter Erde gefährden, ist die Konferenz von Tiquipaya ein unaufschiebbarer Termin, vor allem wenn berücksichtigt wird, dass sich die Länder in über 20 Jahren noch immer nicht auf ein bedeutsames internationales Abkommen geeinigt haben", heißt es in der Erklärung der Botschaft.

Mit der internationalen Einberufung der Konferenz, die Vertreter der sozialen Bewegungen unterzeichnen, werde der Sorge Ausdruck verliehen, die sogenannte COP21-Konferenz in Paris könne in einem Abkommen enden, das einen weltweiten Konsens und ehrgeizige Verpflichtungen von Seiten der Staaten nur vortäuscht. So könnte am Ende die Tatsache verschleiert werden,  dass es in Wirklichkeit um nichts anderes geht, als die strukturellen Ursachen des Kilmawandels zu erhalten.

"Wenn es nicht gelingt, eine universelle Kultur des Lebens aufzubauen, tragen wir zur Zerstörung der Zukunft unserer Kinder und unserer Kindeskinder bei", so die Botschaft.

Nähere Informationen zur Teilnahme sind der Webseite www.jallalla.bo zu entnehmen oder bei der Botschaft von Bolivien in Deutschland zu erfragen, Wichmannstr. 6, 10787 Berlin, Tel. 030 - 26 39 15 14.

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