Kuba / Politik

Kuba erinnert an Opfer von Terroranschlag im Jahr 1976

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Gedenkveranstaltung auf Kuba für die Opfer des Attentates
Gedenkveranstaltung auf Kuba für die Opfer des Attentates

Havanna. Am 6. Oktober, dem kubanischen Tag der Opfer des Staatsterrorismus, haben Angehörige der 73 Opfer des Anschlags gegen ein kubanisches Flugzeug 1976 und viele weitere Teilnehmer in einem Trauerakt der Verstorbenen gedacht.

Die Zeremonie leitete die Nichte eines der Opfer, Thalia Gatorno, die zum Beenden der Straflosigkeit und zu Gerechtigkeit aufrief. Sie erwähnte in ihrer Ansprache auch, dass in den vergangenen 50 Jahren 478 Kubaner bei terroristischen Anschlägen ihr Leben verloren haben und 2.099 Kubaner bei Angrifffen schwer verletzt worden sind. Sie wies im Gegenzug auf die Verdienste der fünf "kubanischen Antiterroristen" Gerardo Hernández, Ramón Labañino, René González, Antonio Guerrero und Fernando González hin, die die kubanische Regierung über Pläne von rechtsextremen, in Florida lebenden Kubanern informiert hatten. Die "Fünf" sandten eine Botschaft aus Bolivien, wo sie sich zur Zeit bei einem Staatsbesuch befinden.

Den Bombenanschlag gegen das kubanische Ziviflugzeug der Linie Cubana de Aviación am 6. Oktober 1976 begingen nach Aussagen von Informanten, die die US-amerikanische Bundespolizei FBI dokumentierte, Luis Posada Carriles und Orlando Bosch Ávila, zwei in Florida lebende Exil-Kubaner. Alle 73 Menschen an Bord starben. Die Tat ist eins der schwersten Flugzeug-Attentate auf dem amerikanischen Kontinent. Der 6. Oktober wurde im Jahr 2010 in Kuba zum Tag der Opfer des Staatsterrorismus ausgerufen. An dem Gedenktag wird seitdem die Nationalflagge Kubas im In- und Ausland auf Halbmast gesetzt. Kubas Regierung deutet den Angriff auf das Flugzeug als "Staatsterror" und beschuldigt weiterhin den Geheimdienst der USA der Beteiligung.

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