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12.11.2015 Karibik / Lateinamerika / Politik / Umwelt

Celac-Länder suchen gemeinsame Position für Klimaverhandlungen

Vertreter der Celac-Staaten berieten in Quito gemeinsame Positionen zum Klimawandel

Vertreter der Celac-Staaten berieten in Quito gemeinsame Positionen zum Klimawandel

Quito. Die Mitglieder der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) haben sich in Quito getroffen, um eine gemeinsame Position für die anstehenden Klimaverhandlungen auszuarbeiten. Mit Blick auf die UN-Klimakonferenz, die vom 30. November bis 11. Dezember in Paris stattfindet, kamen die Außen- und Umweltminister von 27 Mitgliedsstaaten des Regionalbündnisses in Ecuadors Hauptstadt zusammen.

Die Teilnehmer einigten sich auf rund 20 Punkte, welche die Basis für eine gemeinsame Position bei den Pariser Verhandlungen bilden sollen. Zudem wurde ein Zeitplan zur verfeinerten Ausarbeitung verabschiedet, der eine Einigung auf gemeinsame Forderungen vor Beginn der Klimakonferenz ermöglichen soll.

Die Ministerinnen und Minister hoben eine ganze Reihe gemeinsamer Herausforderungen für die Länder des amerikanischen Kontinents hervor. Darunter nannten sie Maßnahmen zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an den Klimawandel, aber auch den Zugang zu Finanzierung und sauberen Technologien. Einen Schwerpunkt wollen die Celac-Politiker auch auf die besondere Verletzlichkeit ihrer Länder angesichts von Hurrikans, Überschwemmungen, Trockenheit, Gletscherschmelze sowie des Anstiegs des Meeresspiegels legen.

Viele lateinamerikanische und karibische Staaten sind, etwa durch die Wetterphänomene El Niño und La Niña, in besonderer Weise vom Klimawandel betroffen. Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño nannte als Gastgeber in diesem Zusammenhang auch die globale Ungleichheit als Problem. "Wir müssen auch darauf hinweisen, dass der Klimawandel eine Last darstellt, welche die am wenigsten entwickelten Länder geerbt haben, obwohl gerade sie am allerwenigsten zur Verschmutzung der Erde beitragen", sagte Patiño.

Das Staatenbündnis Celac wurde 2011 auf Initiative des damaligen Präsidenten Venezuelas, Hugo Chávez, gegründet. Mitglieder sind 33 Länder Lateinamerikas und der Karibik, dies sind alle souveränen Staaten des Doppelkontinents mit Ausnahme der Vereinigten Staaten und Kanadas. Sie repräsentieren insgesamt über 550 Millionen Menschen.

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