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China beteiligt sich an Finanzierung der "Stadt des Wissens" in Ecuador

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So soll es in Yachay laut Plänen zum Bau der Stadt einmal ausssehen
So soll es in Yachay laut Plänen zum Bau der Stadt einmal ausssehen

Quito. Die chinesische Exim-Bank stellt Ecuador einen Kredit über 198 Millionen US-Dollar für den Bau der "Stadt des Wissens" oder "Yachay" zur Verfügung. Einen entsprechenden Vertrag unterschrieb der ecuadorianische Finanzminister Fausto Herrera kürzlich in der chinesischen Botschaft in Quito.

In Yachay, auf 2.225 Metern Höhe, 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Quito, entsteht diese "Stadt des Wissens", deren Herz eine technische Universität bildet. Der Kredit der chinesischen Staatsbank, der eine Laufzeit von 20 Jahren und einen Zinssatz von drei Prozent hat, wird den Bau von Infrastruktur, die Stromversorgung und Telekommunikation in der Planstadt finanzieren.

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Finanzminister Herrera betonte die Wichtigkeit des Projekts für die Entwicklung seines Landes vom Rohstoffexporteur zu einer Volkswirtschaft der Wissenschaft und Technologie. Dabei bedankte er sich für die dauerhafte Unterstützung durch China.

"Yachay" bedeutet in der indigenen Sprache Quechua "Wissen". Bisher sind an der Hochschule mit experimental-technologischem Profil 615 Studierende immatrikuliert, im Jahr 2040 sollen es 10.000 sein. Yachay ist die erste Universitätsstadt vom Reißbrett in Lateinamerika. Zudem wird sie den Status einer Sonderwirtschaftszone bekommen und soll ausländische Investitionen anlocken. Die internationale Presse sprach von einem südamerikanischen Silicon Valley, Präsident Rafael Correa gar von dem "wichtigsten Projekt in der Geschichte unseres Landes".

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