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Regierung und Opposition in Venezuela nehmen Gespräche auf

Präsident Maduro begrüßt die Ex-Präsidenten Trujillo und Zapatero am 19. Mai in Caracas

Präsident Maduro begrüßt die Ex-Präsidenten Trujillo und Zapatero am 19. Mai in Caracas

Santo Domingo/Caracas. Vertreter der sozialistischen Regierung von Venezuela und des Oppositionsbündnis Tisch der Demokratischen Einheit (MUD) haben in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik Gespräche über die Aufnahme eines Dialogs begonnen. Dies teilte die venezolanische Außenministerin, Delcy Rodríguez, am Samstag mit. Eingeladen hatte die Union südamerikanischer Nationen (Unasur).  Der Generalsekretär des Regionalbündnisses, Ernesto Samper, und die Ex-Präsidenten José Luis Rodríguez Zapatero (Spanien), Leonel Fernández (Dominikanische Republik) und Martín Torrijos (Panama) fungierten als Vermittler.

Die Initiative dazu ging von Präsident Nicolás Maduro aus und soll nach seinen Angaben dazu beitragen, "Räume für den Dialog zugunsten des Friedens und des Respekts vor dem Rechtsstaat" zu schaffen.

Für die Regierung nahmen neben der Außenministerin der Bürgermeister des Hauptstadtbezirkes Libertador, Jorge Rodríguez, und der Parlamentsabgeordnete Elías Jaua teil. Die Opposition war mit den Abgeordneten Alfonso Marquina, Luis Aquiles und Timoteo Zambrano vertreten. MUD-Generalsekretär Jesús Torrealba betonte via Twitter, die Delegierten der Opposition hätten sich ausschließlich mit Zapatero, Torrijos und Fernandez getroffen, um ihre Bedingungen für einen Dialog klarzustellen.

Das Unasur-Generalsekretariat teilte in einem Kommuniqué vom Samstag mit, dass bei den Treffen, die abwechselnd mit Regierungs- und Oppositionsvertretern stattfanden, "der beidseitige Wille zum Dialog" festgestellt werden konnte. Die Kontakte würden fortgeführt, weitere Zusammenkünfte seien geplant, um eine gemeinsame Tagesordnung zu vereinbaren.

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