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03.01.2017 Kuba / Politik

Kuba erinnert an Revolution 1959 und ehrt Fidel Castro

Großdemonstration unter dem Motto "Wir sind Fidel" in Havanna am Jahrestag der Revolution. Militärparade erinnerte an Landung der "Granma" im Jahr 1956
"Wir sind Fidel" – Fronttransparent der Demonstration

"Wir sind Fidel" – Fronttransparent der Demonstration

Havanna. In Kubas Hauptstadt Havanna haben zehntausende Menschen beim "Marsch des kämpferischen Volkes" und einem traditionellen Staatsakt mit Militärparade am Montag an den Aufstand gegen die US-gestützte Diktatur von Fulgencio Batista gedacht, der im Jahr 1956 begann. Der Aufmarsch fand in diesem Jahr zudem zu Ehren des im November verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro statt.

Der militärische Akt erinnerte an die Landung von 82 Revolutionären mit der Yacht "Granma" am 2. Dezember 1956 auf Kuba. Die Rebellen waren von Mexiko nach Kuba aufgebrochen und bei der Ankunft von Truppen Batistas fast aufgerieben worden. Dennoch gelang es den Aufständischen, sich neu zu formieren und in nur drei Jahren die Diktatur zu besiegen.

Angeführt wurde die Militärparade auf dem Platz der Revolution von Soldaten in Uniformen der Kavallerie der Mambises, kubanischer Unabhängigkeitskämpfer, die im 19. Jahrhundert gegen das spanische Kolonialregime gekämpft haben. Ihnen folgten Soldaten in Uniformen der Milizionäre, die 1961 eine Invasion kubanischer Söldner und der USA in der Schweinebucht abgewehrt haben.

Weitere Formationen erinnerten an die Lehrer, die nach der Revolution im ganzen Land eine Alphabetisierungskampagne durchgeführt hatten. Viele von ihnen waren Anschlägen von Konterrevolutionären zum Opfer gefallen. Die Militärparade schließlich zeigte die drei Regionalkommandos der kubanischen Armee – das Ost-, Zentral- und Westkommando – sowie die verschiedenen Truppengattungen und Milizen. Eine Attrappe der Jacht "Granma" wurde bei der Parade von tausenden Jungpionieren in Uniform begleitet.

Die traditionell Parade am 2. Dezember war verschoben worden, weil Fidel Castro nur eine Woche zuvor verstorben war.

Kubas Staatschef Raúl Castro und weitere führende Politiker der regierenden Kommunistischen Partei Kubas (PCC) begrüßten die vorbei marschierenden Truppen. Anders als bei vergangenen Militärparaden wurden jedoch keine schweren Waffensysteme mitgeführt und präsentiert.

Die einzige Rede hielt die Präsidentin der kubanischen Studierendenorganisation FEU, Jennifer Bello Martínez. Kuba werde "keines seiner Prinzipien aufgeben". Bis zur Normalisierung der Beziehungen zu den USA müsse noch ein "langer Weg" zurückgelegt werden, fügte sie an. Die an der Parade beteiligten Jungpioniere und Studierenden stünden für die damaligen kubanischen Revolutionäre, "aus denen die Revolutionsarmee hervorgegangen ist". Ihnen sei "ein freies, aufstrebendes und neues Vaterland" zu verdanken. Neben den Lehren von Fidel Castro verwies Bello Martínez auf die kubanischen Unabhängigkeitskämpfer José Martí, Antonio Maceo und Máximo Gómez.

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