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Suriname erkennt Unabhängigkeit des Kosovo nicht weiter an

Das Wappen des kleinsten südamerikanischen Landes Suriname

Das Wappen des kleinsten südamerikanischen Landes Suriname

Lizenz: CC

Paramaribo, Suriname. Der serbische Außenminister, Ivica Dačić, hat öffentlich bestätigt, die Regierung Großbritanniens habe eine Protestnote nach Suriname geschickt, nachdem die dortige Regierung die diplomatische Anerkennung des Kosovo zurückgezogen hatte. Suriname ist das kleinste unabhängige Land Südamerikas.

Ende Oktober hatte die surinamische Regierung den Beschluss gefasst, das Kosovo nicht mehr anzuerkennen und die territoriale Integrität Serbiens wieder zu respektieren. Danach sandte das Außenministerium des kleinen südamerikanischen Landes eine diplomatische Note an das Außenministerium des Kosovos und eine Mitteilung an die Vereinten Nationen. Die kosovarische Regierung wiederum entgegnete, dass Suriname die Anerkennung nicht zurückziehen kann.

Suriname hatte das Kosovo erst im Juli 2016 als unabhängig anerkannt. Nach dem Rückzug Surinames hatte auch die Regierung des westafrikanischen Guinea-Bissaus vergangene Woche die Anerkennung des Kosovos widerrufen. Nach diesem Rückzug Surinames erkennen von allen südamerikanischen Staaten lediglich Guayana, Kolumbien und Peru die Unabhängigkeit des Kosovos an.

Die damalige Regierung Großbritanniens hatte als eine der ersten im Jahr 2008 die Unabhängigkeit des Kosovos anerkannt. Die frühere serbische Provinz Kosovo und Metochien hatte sich in diesem Jahr von Belgrad abgespalten. Die britisch-surinamischen Beziehungen bewegen sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Beide Länder unterhalten keine Botschaften in dem jeweils anderen Land. Suriname war Ende des 17. Jahrhunderts für eine kurze Zeit eine britische Kolonie.

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