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03.02.2018 Kuba / Medien / Politik

Familie reagiert auf Tod von ältestem Sohn von Fidel Castro

Fidel Ángel Díaz-Balart (1949-2018)

Fidel Ángel Díaz-Balart (1949-2018)

Quelle: Telesur

Havanna. Nach dem Tod des ältesten Sohnes von Fidel Castro in Kuba haben sich Familienangehörige erstmals öffentlich geäußert. Zuvor hatten Staatsmedien über den Suizid von Fidel Ángel Castro Díaz-Balart berichtet.

"Im Namen der Familie bedanke ich mich bei allen uns zugeneigten Personen, die unseren Schmerz lindern, indem sie uns mit ihren Kondolenznachrichten begleiten", schrieb Mariela Castro Espín, Tochter des scheidenden kubanischen Präsidenten Raúl Castro. Sie werde ihren Cousin als das Kind in Erinnerung behalten, "das an einem unvergesslichen Januartag auf den Armen seines Vaters in Havanna einfuhr und das zu einem weltweit geachteten Wissenschaftler wurde". Castro Espín nahm damit Bezug auf die Ankunft Fidel Castros in Havanna nach der Revolution 1959. Sie selbst leitet heute das Institut für Sexualerziehung (Cenesex) und setzt sich vor allem in Kuba für die Rechte sexueller Minderheiten ein.

Der 69-jährige Kernphysiker hat am Donnerstag Suizid verübt, wie die Tageszeitung Granma berichtete. Fidelito, wie der älteste Sohn Fidel Castros in Kuba genannt wurde, habe monatelang unter einer schweren Depressionserkrankung gelitten und sei in ärztlicher Behandlung gewesen. Zunächst sei er stationär in einem Krankenhaus betreut worden. Zuletzt wurde die Behandlung demnach ambulant fortgeführt.

Der nun Verstorbene war der einzige Sohn aus der Ehe von Fidel Castro mit Mirta Díaz-Balart. Castro hatte sie 1948 geheiratet. Sie verließ Castro 1954, als der Revolutionär nach einem gescheiterten Angriff auf die Moncada-Kaserne im Gefängnis saß, und emigrierte nach Spanien. Ein Teil der Familie Díaz-Balart ist dort zu militanten Gegnern der Kubanischen Revolution geworden.

"Fidelito" in jungen Jahren mit seinem Vater Fidel Castro

Quelle: Telesur

Die Beerdigung werde im engen Familienkreis stattfinden.

Neu war indes, dass kubanische Medien über die Todesumstände berichteten, was bisher vor allem bei Amtsträgern und Angehörigen von Funktionären nicht üblich war.

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