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13.05.2018 Brasilien / Politik

Brasilien: Lula da Silva muss in Haft bleiben

Die Vorsitzende der PT, Gleisi Hoffmann (Bildmittte) besuchte am Freitag das Camp in Curitiba, dem Haftort Lulas

Die Vorsitzende der PT, Gleisi Hoffmann (Bildmittte) besuchte am Freitag das Camp in Curitiba, dem Haftort Lulas

Lizenz: CC by-nc 2.0

Brasília. Der brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva darf das Gefängnis derzeit nicht verlassen. Der Oberste Gerichtshof in Brasilien hat den Antrag auf Haftaussetzung am Mittwoch abgelehnt. Von seinen Unterstützern wird Lula als  politischer Gefangener bezeichnet.

Der beliebteste Politiker Brasiliens wurde wegen passiver Korruption und Geldwäsche verurteilt und verbüßt seit dem 7. April 2018 eine zwölfjährige Haftstrafe im Polizeihauptquartier in der südbrasilianischen Stadt Curitiba.

Lulas Anwälte hatten zu mehreren Gelegenheiten angeführt, dass Richter Sérgio Moro, der die Inhaftierung des Ex-Präsidenten letztendlich angeordnet hat, damit seine Kompetenzen überschritten hat. Sie kämpfen nun dafür, dass der Gründer der linken Arbeiterpartei (PT) auf freiem Fuß bleiben kann, bis dem Gericht stichhaltige Beweismittel gegen ihn vorgelegt werden, die eine Inhaftierung rechtfertigen könnten.

Die Wegefährten da Silvas und ein großer Teil der brasilianischen Bevölkerung werfen der brasilianischen Justiz Willkür vor. Trotz seiner Haft bleibt Luiz Inácio Lula da Silva Favorit für die nächste Präsidentschaftswahl im Land. Bevor er seine Gefängnisstrafe angetreten hat, hat er eine Reihe von Videos für seine Partei aufgezeichnet, die diese im Wahlkampf unterstützen.

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