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Erneut breiter Protest in Argentinien gegen IWF-Politik

Erneute Proteste gegen die Politik der Regierung und die Zusammenarbeit mit dem IWF in der Hauptstadt von Argentinien, Buenos Aires

Erneute Proteste gegen die Politik der Regierung und die Zusammenarbeit mit dem IWF in der Hauptstadt von Argentinien, Buenos Aires

Buenos Aires.Unter dem Motto "Das Vaterland ergibt sich nicht" (La Patria no se rinde) hat am Montag, dem Tag der Unabhängigkeit Argentiniens, eine weitere Massenkundgebung stattgefunden, um ein Zeichen gegen die Spar- und Anpassungspolitik der Regierung von Präsident Mauricio Macri in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zu setzen. Insbesondere Künstler und Schauspieler, aber auch Gewerkschaften, soziale Bewegungen und Politiker der Opposition hatten zu den Protesten aufgerufen, um gegen die Rückkehr des Landes zu einer Zusammenarbeit mit dem IWF zu demonstrieren.

Allen voran der durch den IWF gewährte Stand-by Kredit in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar wurde erneut scharf kritisiert. So wurde zum Abschluss der Kundgebung ein Dokument mit dem Titel "Die Unabhängigkeit ist nicht verhandelbar" verlesen. Darin erklärten die Veranstalter, dass sich seit dem Beginn der Präsidentschaft Macris "die Lebensbedingungen in vielen Bereichen massiv verschlechtert haben" und die Politik der Regierung einzig diejenigen begünstige, "die immer schon gewinnen."

Zu der Demonstration aufgerufen hatten unter anderen Estela Carlotto, Vorsitzende der Großmütter des Plaza de Mayo, und die Menschenrechtsaktivistin Taty Almeida. Auch die Vereinigung argentinischer Schauspieler und verschiedenste Künstler und Autoren nahmen an der Demonstration teil, um gegen Massenentlassungen und Finanzspekulation zu protestieren.

Während der vergangenen Monate war es immer wieder zu Protestkundgebungen im ganzen Land gekommen. Vor zwei Wochen erst hatte es den bereits dritten Generalstreik in der Regierungszeit Macris gegeben, der das öffentliche Leben in vielen Städten des Landes weitgehend lahmgelegt hatte. Viele Angestellte des öffentlichen Sektors verloren in den letzten Wochen ihre Arbeit, wie bei der staatlichen Nachrichtenagentur Telam. Zudem befindet sich der argentinische Peso nachwievor in einer schweren Wertkrise.

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