Kuba / Politik / Medien

Kuba startet Testphase des mobilen Internets

kuba_etecsa_mobiles_netz.jpg

Am 14. August hat in Kuba die Testphase des mobilen Intrenets begonnen
Am 14. August hat in Kuba die Testphase des mobilen Intrenets begonnen

Havanna. In Kuba hat landesweit die Erprobungsphase des mobilen Internets begonnen. Wie mehrere Medien berichten, ist diese vollumfänglich gebührenfrei und kann von jedem Kunden des Internetservices des staatlichen Telefonanbieters Empresa de Telecomunicaciones de Cuba S.A. (Etecsa), Nauta, in Anspruch genommen werden. Derzeit hat Kuba etwa fünf Millionen Handynutzer, von denen viele die lang angekündigte Inbetriebnahme des Datennetzes bereits sehnlichst erwartet haben. Für viele weitere dürfte seit Mitte August erstmals die Ära des Internets richtig angebrochen sein.

Um die Mobildaten nutzen zu können, müssen Etecsa-Kunden zunächst ihr Nauta-Konto richtig konfiguriert haben. Dieses Angebot ermöglicht ihnen bereits seit einigen Jahren E-Mails von unterwegs aus zu versenden und zu empfangen. Zur Nutzung des mobilen Internets ist nun die Wahl des Codes *133# und die anschließende Auswahl der Optionen "Mobildaten" (Datos) und "Verbrauchstarif" (Tarifa por consumo) notwendig. Daraufhin wird die kostenlose Testphase aktiviert, die dazu dienen soll "den späteren Dienst vor seinem kommerziellen Start besser kennenzulernen", wie eine Etecsa-Mitarbeiterin erklärte. Nutzer könnten so die in ihrem Gebiet vorhandenen Geschwindigkeiten testen, während der Anbieter Daten über Nachfrage und Verbrauch erhält um den Netzausbau zu planen.

Erste Rückmeldungen zeigten, dass nicht nur Soziale Medien wie Facebook und Twitter funktionieren, sondern auch das Hochladen von Videos vielerorts möglich ist. Die Angaben über die verfügbare Bandbreite schwanken jedoch stark. Während Kuba inzwischen größtenteils mit 3G-Empfang abgedeckt ist, sind moderne LTE-Netze noch auf wenige Ballungszentren beschränkt. Wann die kostenlose Testphase durch das kommerzielle Angebot ersetzt wird, ist indes noch nicht bekannt. Ersten Informationen zufolge soll es verschiedene Tarifmodelle geben, die sich flexibel wechseln und den eigenen Nutzungsgewohnheiten anpassen lassen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr