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Kuba und Spanien bekräftigen positive bilaterale Beziehungen

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Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez (links) und Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel in Havanna, Kuba
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez (links) und Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel in Havanna, Kuba

Havanna. Der Ministerpräsident von Spanien, Pedro Sánchez Pérez, hat bei einem Staatsbesuch in Kuba die positiven Beziehungen zwischen beiden Ländern betont. Sánchez wurde vom Präsidenten des kubanischen Staats- und des Ministerrats, Miguel Díaz-Canel, empfangen. Es war der erste offizielle Besuch eines spanischen Regierungschefs seit der Visite von Felipe González im Jahre 1986 in Kuba.

Während des, wie es in der staatlichen Tageszeitung Granma heißt, "herzlichen Treffens" tauschten sich beide Politiker über den derzeitigen Zustand der bilateralen Beziehungen aus und bezeichneten diesen als positiv. Sie stimmten darin überein, die Kontakte in Bereichen wie Wirtschaft und Handel, der Kultur, auf wissenschaftlichem und akademischem Gebiet sowie bei der Zusammenarbeit zu intensivieren. Darüber hinaus wurde über verschiedene Themen internationaler Politik gesprochen.

Zu der spanischen Regierungsdelegation gehörten zudem der Außenminister Josep Borrell Fontelles, die Ministerin für Industrie, Handel und Tourismus, María Reyes Maroto Illera, sowie weitere hochrangige Beamte. Auf kubanischer Seite nahmen Außenminister Bruno Rodríguez, Tourismusminister Manuel Marrero Cruz und weitere Regierungsmitglieder teil.

Im Zuge der bilateralen Treffen wurden zwei Dokumente zur weiteren Verbesserung der Beziehungen zwischen beiden Ländern unterzeichnet. Eines davon ist eine Absichtserklärung über die Aufnahme von Konsultationen zwischen der Republik Kuba und dem Königreich Spanien. Sie definiert einen institutionellen Rahmen für die beiden Staaten zur Erweiterung und Vertiefung der Beziehungen sowie Verfahren zur Behandlung von Fragen von gemeinsamem Interesse. Das andere Dokument ist eine Absichtserklärung im Bereich der kulturellen Zusammenarbeit zwischen dem kubanischen Kulturministerium und dem Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, der Europäischen Union, und dem Königreich Spanien. Damit sollen die Grundlagen für die Entwicklung gemeinsamer kultureller Aktivitäten geschaffen werden, die teilweise auf langen Traditionen beruhen. Beide Seiten erklärten dazu, dass die politisch-diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen positiv seien und zeigten, dass es möglich ist, zivil zusammenzuleben, zu kooperieren und zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen.

Die spanischen Exporte auf die Karibikinsel übersteigen jährlich ein Volumen von mehr als 900 Millionen Euro. Damit ist Spanien der drittgrößte Handelspartner Kubas und wird nur von den politisch mit dem Land verbündeten Staaten China und Venezuela übertroffen.

Zum Besuchsprogramm gehörten auch eine Kranzniederlegung am Ehrenmal von José Martí auf dem Platz der Revolution und die Teilnahme an einem Business-Forum.

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