Chile: Strafe gegen Mapuche Facundo Jones Huala bestätigt

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Der Gerichsurteil über neun Jahren Haft gegen den Mapuche-Aktivist Facundo Jones Huala wurde nun bestätigt
Der Gerichsurteil über neun Jahren Haft gegen den Mapuche-Aktivist Facundo Jones Huala wurde nun bestätigt

Santiago. Das Oberste Gericht in der chilenischen Hauptstadt Santiago hat am 15. Februar die Strafe gegen den Mapuche Facundo Jones Huala bestätigt. Huala war am 21. Dezember zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Das Strafgericht in Valdivia im Süden Chiles hatte den Mapuche schuldig gesprochen, eine Brandstiftung auf einer Farm im Jahr 2013 begangen zu haben. Zudem habe er sich illegalen Waffenbesitzes schuldig gemacht. Huala war bereits drei Jahre sowohl in Chile als auch Argentinien in Untersuchungshaft, die ihm angerechnet werden. Er war erst im September 2018 von Argentinien nach Chile ausgeliefert worden.

Hualas Verteidigung hatte gegen die Verurteilung Rechtsmittel eingelegt, da die Beweismittel gegen ihn bereits in zwei vorangegangen Gerichtsverfahren abgelehnt worden waren. Zudem konnte die einzige Zeugin, die ihn bei der Tat gesehen haben will, ihn im Gerichtssaal nicht identifizieren. Darüber hinaus wirft die Verteidigung der Staatsanwaltschaft vor, auf illegalem Weg Beweise vom Geheimdienst bekommen und so eine angemessene Verteidigung unmöglich gemacht zu haben.

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Mit dem Gerichtsentscheid ist der Rechtsweg in Chile erschöpft. Die Verteidigung Hualas kündigte an, das Verfahren vor den Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte zu bringen. Verfahren vor diesem Gericht können sich allerdings über Jahre hinziehen. Huala befindet sich seit dem 28. Januar im Hungerstreik gegen seine Haftbedingungen, da ihm von der Gefängnisverwaltung verboten worden war, Mapuche-Zeremonien durchzuführen.

Huala ist Teil der Mapuche-Gemeinde Pu Lof en Resistencia de Cushamen auf argentinischem Territorium, die ihr Gebiet dem Benetton-Konzern abgetrotzt hat. Bei Protesten einen Monat nach Hualas Festnahme am 31. Juli 2017 wurde der argentinische Anarchist Santiago Maldonado von Polizisten verschleppt und mutmaßlich ermordet. Maldonados Leiche wurde erst am 17. Oktober 2017 gefunden. Sein Tod hatte in Argentinien eine politische Krise ausgelöst.

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