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Mexiko meldet weitere Coronavirus-Infektionen

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Temperaturmessung in der U-Bahn in Mexiko-Stadt
Temperaturmessung in der U-Bahn in Mexiko-Stadt

Mexiko-Stadt. In Mexiko steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Secretaria de Salud) waren bis zum 16. Juli 324.041 bestätigte Infektionsfälle dokumentiert, ein Anstieg gegenüber dem Vortag um 6.406.

Die Zahl der mit oder an dem Virus gestorbenen Menschen lag bis zum 16. Juli bei 37.574. 24 Stunden zuvor waren es 36.327, das sind 1.247 mehr Todesfälle.

Bis zum 15. Juli waren von den 32 Bundesstaaten Mexiko-Stadt mit 59.670 Neuinfektionsfällen betroffen, gefolgt von Estado de México mit 44.117, Tabasco mit 15.909, Puebla mit 14.876 und Veracruz mit 15.703.

Diese fünf Bundesstaaten registrierten 47,1 Prozent der im ganzen Land infizierten Menschen. Das Bundesland mit den wenigsten registrierten Infektionsfällen (980) ist Colima im Südwesten Mexikos.

Bei den Zahlen der Verstorbenen war Mexiko-Stadt bis zum 15. Juli mit 7.910 Todesfällen das Bundesland mit den meisten gemeldeten Opfern. Danach folgt Estado de México mit 5.439 und Veracruz mit 2.058 Toten. Das Bundesland mit der geringsten Anzahl an Toten ist Baja California Sur mit 108 Fällen.

Am 10. Juli hat Gesundheitsminsieter Hugo López-Gatell bekannt gegeben, dass das eingeführte Ampel-System, um die Entwicklung der Covid-19-Pandemie in Mexiko zu messen, vorübergehend eingestellt wurde. "Es gibt Informationslücken in den Berichten einzelner Bundesländer", so López-Gatell bei einer seiner regelmäßigen, per Fernsehen übertragenen Pressekonferenzen.

Am 14. Juli hat das Außenministerium erklärt, dass aufgrund der zunehmenden Infektionsfälle die Grenze zwischen Mexiko und den USA ab sofort bis zum 21. August nur für wesentliche Geschäfte geöffnet bleibt. "Aufgrund der zunehmenden Coronavirus-Infektionen hat die mexikanische Regierung den USA vorgeschlagen, die Beschränkungen für den Landverkehr um 30 Tage zu verlängern."

Das Ministerium hat ebenfalls informiert, dass bis zum 11. Juli  245 Urnen mit den Aschen der in den USA an Covid-19 gestorbenen Mexikanern nach Mexiko geschickt wurden. Mit der Unterstützung lokaler Regierungen werden die Urnen an die Angehörigen weitergeschickt. "Das ist eine beispiellose Transaktion in der Geschichte der Diplomatie Mexikos", heißt es in dem Kommuniqué des Außerministeriums.

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