Mexiko / Soziales

Covid-Impfkampagne in Mexiko schreitet voran

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Darstellung aus der Impfkampagne des mexikanischen Gesundheitsministeriums
Darstellung aus der Impfkampagne des mexikanischen Gesundheitsministeriums

Mexiko-Stadt. In der vergangenen Woche hat Mexiko mit mehr als einer halben Million verabreichten Covid-19-Impfdosen seine nationale Bestmarke aufgestellt. Damit sind seit dem Impfstart im Dezember 2020 mittlerweile mehr als 26 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus injiziert worden. Darüber informierte der Generaldirektor für Epidemiologie, José Luis Alomía, in seiner abendlichen Pressekonferenz zur Pandemielage im Land.

17,9 Millionen Personen haben in Mexiko bisher mindestens die Erstimpfung erhalten. Das entspricht bei den Personen über 18 Jahre einem Anteil von 20 Prozent der Bevölkerung. Davon sind rund 11,7 Millionen bereits komplett immunisiert. In Mexiko werden mit AstraZeneca, Pfizer, CanSino, Sputnik V und Sinovac fünf verschiedene Impfstoffe eingesetzt. Daher erinnerte Alomá die Bevölkerung daran, dass für einen zuverlässigen Schutz zwischen der ersten und zweiten Impfdosis die jeweils empfohlene Zeitspanne eingehalten werden muss.

Im landesweiten Pandemieverlauf sind die Fallzahlen weiter rückläufig. Der Generaldirektor des Nationalen Zentrums für Präventiv- und Kontrollprogramme bei Erkrankungen gab an, dass die Zahlen in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um neun Prozent zurückgegangen sind. Damit setzt sich der Trend der letzten Wochen – abgesehen von einem kleinen Anstieg Anfang April – weiter fort. Laut Angaben der zuständigen Behörden führt diese Entwicklung auch zu einem Rückgang der Krankenhausbelegung.

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Alomía sieht in der zuverlässigen Verfügbarkeit der Impfstoffe einen der Hauptgründe für den anhaltenden Fortschritt der Impfkampagne. In Kürze werde auch die Möglichkeit einer Impfung bei Minderjährigen geprüft. Mexiko gehörte zu einem der 15 Ländern weltweit, die früh Zugang zu Impfstoff hatten. In einer Vorreiterrolle schuf Mexiko jetzt als eines von fünf Ländern eine Möglichkeit, Informationen aus den Kaufverträgen der Impfstoffe transparent zu machen. Dafür hat das Sekretariat für auswärtige Beziehungen (SRE) die Plattform für Diplomatisches Management von Covid-19-Impfstoffen eingerichtet. "Die Herausforderung besteht nun darin, Zugang zu allen Vorgängen und Prozeduren transparent zu machen, die mit der Impfstoffbeschaffung zusammenhängen", betonte der Sekretär des SRE, Marcelo Ebrar Casaubón, bei der öffentlichen Präsentation der Internetplattform am 24. Mai.

Laut Informationen des Gesundheitsministeriums wurden in Mexiko bis zum 24. Mai rund 2,6 Millionen positive Covid-19-Fälle registriert. Insgesamt wurden 238.825 Todesopfer gezählt.

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