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Solidarität mit der kubanischen Revolution aus Lateinamerika

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Nicht nur soziale Bewegungen in Lateinamerika (hier in Buenos Aires vor der kubanischen Botschaft) solidarisieren sich mit Kubas Bevölkerung und Regierung, sondern auch führende Politiker und Politikerinnen
Nicht nur soziale Bewegungen in Lateinamerika (hier in Buenos Aires vor der kubanischen Botschaft) solidarisieren sich mit Kubas Bevölkerung und Regierung, sondern auch führende Politiker und Politikerinnen

Caracas et al. Die am vergangenen Sonntag in zahlreichen Städten Kubas initiierten teils gewalttätigen Proteste und die daraus entstandene Unruhe sind mittlerweile abgeebbt. Unterdessen erreichen die politische Führung in Havanna auch weiterhin Solidaritätsbekundungen aus aller Welt und dabei besonders auch aus den Ländern der Region.

Im Unterschied zu den Kommentaren der politisch Verantwortlichen in Washington, Brüssel oder Berlin, die sich vorbehaltlos hinter die Systemgegner stellten, solidarisierten sich zahlreiche führende Politikerinnen und Politiker aus Lateinamerika mit der kubanischen Regierung.

Neben den Präsidenten Nicolás Maduro (Venezuela) und Daniel Ortega (Nicaragua), die der Führung in Havanna und Kubas Bevölkerung ihre Unterstützung zusicherten, meldeten sich auch die Staatspräsidenten von Argentinien und Mexiko zu Wort.

Der argentinische Präsident Alberto Fernández ließ verlautbaren, dass die Beendigung der US-Blockade unabdingbar für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation auf der Karibikinsel sei. Zugleich machte er deutlich, dass er ebenso die gegen Venezuela verhängten Sanktionen ablehnt, die besonders in Zeiten einer Pandemie höchst inhuman seien.

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Sein mexikanischer Amtskollege Andrés Manuel López Obrador äußerte sich ähnlich und machte ebenfalls die seit mehr als 60 Jahren bestehende Blockade für die schwierige Situation in Kuba verantwortlich. Er betonte zudem, dass alleine das kubanische Volk über sein Schicksal bestimmen dürfe und verurteilte alle Einmischungsversuche ausländischer Mächte. Auch verkündete er die Bereitschaft seines Landes zur Entsendung von Medikamenten und weiterer Hilfsgüter im Rahmen humanitärer Hilfe, falls es von der kubanischen Regierung gewünscht werde.

Der Sieger der Präsidentschaftswahlen in Peru, Pedro Castillo, machte ebenfalls auf die fatalen Auswirkungen der Blockade aufmerksam und verurteilte diese auf Schärfste.

Boliviens Präsident Luis Arce ging in seiner Bewertung der Situation einen Schritt weiter und stellte einen direkten Zusammenhang zwischen den Erfolgen Kubas bei der Bekämpfung der Pandemie und den jüngsten Entwicklungen her. Dabei sprach er davon, dass in dem Maße, wie die Regierung und Wissenschaft Kubas Fortschritte beim Kampf gegen das Corona-Virus machten, die Desinformationskampagnen und Angriffe von außen zunähmen.

Über die Erfolge des sozialistischen Landes auf diesem Gebiet äußerte sich auch die ehemalige brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und dankte dem Kubas Staatsoberhaupt Miguel Díaz-Canel für die internationalistischen und humanistischen Einsätze kubanischer Ärztinnen und Ärzte auf der ganzen Welt.

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