Venezuela vertieft Beziehungen zu Türkei und Algerien

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Präsident Maduro und seine Delegation bei der Ankunft in Algerien am Mittwoch
Präsident Maduro und seine Delegation bei der Ankunft in Algerien am Mittwoch

Ankara/Algier. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat in den letzten Tagen die Türkei und Algerien besucht, um die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den beiden Staaten zu vertiefen.

Bei seinem Besuch in Ankara traf Maduro den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan. Die beiden unterzeichneten Abkommen in den Bereichen Handel, Energie, Bergbau, Bauwesen, Gesundheit, Tourismus und Landwirtschaft. Erdoğan verwies auf den zunehmenden Handel zwischen den beiden Ländern, der von 150 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 850 Millionen im vergangenen Jahr gestiegen ist.

Das Ziel sei, in den nächsten Jahren einen bilateralen Handel im Umfang von 5 Milliarden US-Dollar zu erreichen, so Erdoğan: "Venezuela ist ein sehr wichtiger Partner in Lateinamerika und der Karibik."

Auch in Algerien, der zweiten Station seiner Auslandsreise, führte Maduro Gespräche über einen Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. So wurde eine hochrangige gemischte Kommission wieder eingesetzt, die sich um Wirtschafts-, Handels-, Finanz-, Kultur- und Bildungsfragen kümmern soll. Als erster Schritt soll eine direkte Flugverbindung zwischen Algier und Caracas eingerichtet werden, wie Maduro bekanntgab. Ebenso sei die Überarbeitung bestehender bilateraler Abkommen diskutiert worden, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Bildung zu verstärken.

Bei einem Treffen mit Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune sprach Maduro von einer gemeinsamen geopolitischen Vision einer "multipolaren Welt", die auf Frieden und Zusammenarbeit gründen solle.

Konkret hob Maduro die gemeinsame Haltung Algeriens und Venezuelas zu drei Brennpunkten in der arabischen Welt hervor: Die Unterstützung der "Sache des palästinensischen Volkes", die Anerkennung und Verteidigung der Rechte des Volkes der Saharaui (beide Staaten anerkennen die Souveränität der Westsahara) sowie die Sorge um die Situation in Libyen, wo Maduro sich für freie Wahlen und den "Wiederaufbau eines unabhängigen, souveränen und demokratischen Libyens" aussprach.

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