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Ecuadorianischer Pädagogik-Verband lobt Bildungssystem von Kuba

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Josué Habacuc Villagómez (links) würdigte auch die wachsende Bildungszusammenarbeit zwischen Kuba und Ecuador
Josué Habacuc Villagómez (links) würdigte auch die wachsende Bildungszusammenarbeit zwischen Kuba und Ecuador

Havanna. Das kubanische Bildungssystem hat Anerkennung vom ecuadorianischen Netzwerk für Pädagogik erhalten. Die Organisation begründete dies mit der außerordentlichen pädagogischen Arbeit, die in dem Land geleistet werde sowie mit den Beiträgen zur beruflichen Entwicklung in der ganzen Region.

Dies wurde in einer Rede im Rahmen des Internationalen Kongresses für Wissenschaft und Bildung in Havanna übermittelt, an der auch der Präsident der Casa de las Américas, Abel Prieto, und Vertreter der ecuadorianischen Botschaft in Kuba teilnahmen.

Damit würdigt das Netzwerk die Ergebnisse der Internationalisierung des Bildungswesens und der Zusammenarbeit insbesondere zwischen den beiden Ländern, die laut dem kubanischen Fernsehen die Einführung von zwei Masterstudiengängen und die Vorbereitung eines Doktorandenprogramms für Lehrer aus dem südamerikanischen Land ermöglicht hat. Josué Habacuc Villagómez, Direktor des Netzwerks, bedankte sich für die Möglichkeit, damit den "Traum von einer besseren Lehrerausbildung" durch den Einsatz neuer Technologien zu verwirklichen.

Bildung gilt für die Kommunistische Partei Kubas als ein Grundpfeiler des kubanischen revolutionären Projekts ist. Die 1961 durchgeführte Kampagne zur Beseitigung des Analphabetismus in dem Inselstaat sei ein wichtiger Anfang gewesen, und seither sei das Bildungssystem weiter verbessert worden – so die Parteizeitung Granma. Es leiste nicht nur einen unschätzbaren Beitrag zur Bildung des nationalen, sondern auch des regionalen und globalen Humankapitals.

Kuba hatte unter anderem die Alphabetisierungsmethode "Yo, sí puedo" (Ja, ich kann das) nach Ecuador gebracht. Die ersten 200 online ausgebildeten Ecuadorianer werden in Kürze als "Master in Pädagogik" abschließen.

Silvia Navarro Quintero, Direktorin des Zentralinstituts für Pädagogische Wissenschaften in Kuba, würdigte die Unterstützung des ecuadorianischen Pädagogenverbands und der Fachleute aus verschiedenen Universitäten, die "mit vereinten Kräften" zum Erfolg dieser akademischen Programme beigetragen hätten.

Vom Kindergarten bis zur Promotion ist die Nutzung von Bildungseinrichtungen für Kubanerinnen und Kubaner kostenfrei. Einem humanistischen Bildungsideal folgend wird der Zugang zu Bildung als Menschenrecht angesehen, das keiner Kommerzialisierung unterliegen darf. Mit knapp 13 Prozent des BIP investiert der kubanische Staat laut Angaben der Weltbank so viel in Bildung wie kein anderes Land weltweit

Auch zwischen deutschen und kubanischen Bildungseinrichten steigt der Austausch. Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD fördert Studierende, Forschende und Lehrende aus Deutschland mit zahlreichen Programmen für deren maßgeschneiderte Aufenthalte in kubanischen Einrichtungen.

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