Venezuela / Politik

Sicherheitskräfte in Venezuela stoppen mutmaßlichen Anschlagsplan rechter Gruppe

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Teilnehmer am antiimperialistischen Marsch am Montag
Teilnehmer am antiimperialistischen Marsch am Montag

Caracas. In Venezuela nehmen die politischen Spannungen zu. Ende letzter Woche gab die Regierung bekannt, dass in der Stadt Maturín im nordöstlichen Bundesstaat Monagas ein Waffenlager entdeckt wurde, das bewaffneten Gruppen zugerechnet wird. Innenminister Diosdado Cabello sprach von einer Bande, die Kontakte zur rechten Opposition um die Politikerin María Corina Machado pflegen soll. Im Zuge der Razzia verhafteten die Behörden 15 Personen.

In dem Lager in einer Industriezone bei Maturín fanden die Einsatzkräfte unter anderem über 1.000 Sprengsätze, 35 Zündschnurrollen, 125 elektrische Zünder und weiteres explosives Material sowie Treibstoff und präparierte Mobiltelefone, die als Fernzünder dienen können.

Die Sprengmaterialien sollten laut Cabello für "terroristische Angriffe" in Venezuela verwendet werden. Sicherheitskräfte kamen der Bande auf die Spur, nachdem eine Person auf einem Platz in der Nähe des Stadtzentrums einen Sack deponiert hatte, der Sprengstoff enthielt. Die Observation der Person führte die Einsatzkräfte zum Waffenlager.

Cabello äußerte, wen er hinter den illegalen Aktivitäten vermutet. "Wir wissen, dass die Verantwortlichen direkte Verbindungen zu Frau María Machado haben. Nichts davon geschieht spontan", sagte der Innenminister mit Blick auf die Oppositionspolitikerin. Es sei "der Plan des nordamerikanischen Imperialismus, Venezuela Schaden zuzufügen".

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Am 7. August sorgte eine Ankündigung der US-Behörden für Aufsehen, das Kopfgeld auf Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro zu verdoppeln. Die USA wollen für Hinweise, die zur Festnahme Maduros führen, 50 Millionen US-Dollar bezahlen (amerika21 berichtete). Während die USA Maduro unter anderem Drogenhandel und Korruption vorwerfen, beschuldigt Maduro seinerseits die Regierung von Donald Trump, eine "faschistische Verschwörung" gegen ihn zu unterstützen.

Am vergangenen Montag demonstrierten Tausende in Venezuela mit einem "Großen antiimperialistischen Marsch" in Caracas gegen die Maßnahme und die US-Aggression. Neben Regierungsvertretenden sprachen auf der Kundgebung auch Vertreter:innen von sozialen Bewegungen. Daniel Córdova, Sprecher der Kommune "Luchadores por El Buen Vivir" (Kämpfer für das Gute Leben), sicherte Maduro die Unterstützung der Kommunenbewegung zu: "Wir wissen, dass das nordamerikanische Imperium immer gegen den Sozialismus sein wird, aber die Bolivarische Revolution ist unumkehrbar, und das Imperium wird es nicht schaffen, unseren Präsidenten zu demoralisieren", sagte Córdova.

Am Dienstag warnte Außenminister Yván Gil bei einem Treffen mit dem in Venezuela akkreditierten diplomatischen Korps vor der Einmischung der USA. "Die internationale Gemeinschaft muss diese Art von Verhalten verurteilen. Es kann nicht sein, dass ein rechtmäßiger Präsident mit einem Kopfgeld belegt wird und dies völlig straffrei bleibt", sagte Gil vor den versammelten Mitgliedern des diplomatischen Korps. Er warnte davor, die USA wollten "Lateinamerika in eine Zone des permanenten Kriegs verwandeln" und rief alle Staaten dazu auf, Einmischungen in die inneren Angelegenheiten Venezuelas zu verurteilen.