Angola ehrt Kubas Einsatz im Befreiungskrieg

Präsident João Lourenço sendet Botschaft zum 38. Jahrestag der Schlacht von Cuito Cuanavale. Rolle kubanischer Truppen und Fidel Castros hervorgehoben

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Die angolanischen und kubanischen Stabschefs beraten einen militärischen Vorstoß in Angola
Die angolanischen und kubanischen Stabschefs beraten einen militärischen Vorstoß in Angola

Luanda/Havanna. Der angolanische Präsident João Lourenço hat Kubas Beteiligung am Befreiungskrieg gewürdigt. Anlässlich des 38. Jahrestags des Siegs in der Schlacht von Cuito Cuanavale sandte er eine Botschaft an Kuba. Das Datum markierte den Anfang vom Ende des Apartheidregimes in Südafrika und die Festigung des Friedens in der Region.

In seiner Botschaft hob Lourenço die maßgebliche Beteiligung der kubanischen Streitkräfte an jener Schlacht hervor, die am 23. März 1988 gewonnen wurde. Dabei betonte er auch die entschlossene Führung des kubanischen Oberbefehlshabers Fidel Castro Ruz.

Nach der erfolgreichen Nelkenrevolution von 1974 begann auch in Portugals Kolonie Angola ein Befreiungskampf. Im Laufe der Zeit konnte die linke Befreiungsbewegung MPLA die Dominanz gewinnen. Allerdings wurde sie von zwei durch westliche Staaten und das Apartheidregime aus Südafrika unterstützten feindlichen Rebellengruppen (UNITA und FNLA) bekämpft. Schließlich bat die MPLA um Hilfe aus Kuba. Kuba mobilisierte Tausende Freiwillige, während die besten Waffensysteme der Karibikinsel aus der eigenen Landesverteidigung abgezogen und über den Atlantik transportiert wurden.

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Die Schlacht um Cuito Cuanavale dauerte fünf Monate. Auf deren Höhepunkt kämpften 55.000 Kubaner an der Seite der angolanischen Befreiungsfront und die Apartheidarmee verlor immer mehr an Boden. Zeitgleich kam es zu Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien. Schließlich war Südafrika zu einer Vereinbarung gezwungen und die Armeen zogen sich zurück. Kurz darauf kollabierte auch das vom Westen unterstützte Apartheidregime in Südafrika.

Es ist vor diesem Hintergrund auch kein Zufall, dass einer von Nelson Mandelas ersten Auslandsbesuchen nach seiner Freilassung aus dem südafrikanischen Gefängnis Fidel Castro und Kuba galt. Bei seiner Rede anlässlich des kubanischen Nationalfeiertags am 26. Juli 1991 in Kuba erklärte er, "die entscheidende Niederlage der rassistischen Armee in Cuito Cuanavale war ein Sieg für ganz Afrika. (…) Die entscheidende Niederlage der aggressiven Apartheidkräfte zerstörte den Mythos der Unbesiegbarkeit des weißen Unterdrückers. Die Niederlage der Apartheidarmee diente als Inspiration für das kämpfende Volk Südafrikas. Ohne die Niederlage von Cuito Cuanavale wären unsere Organisationen nicht legalisiert worden. Die Niederlage der rassistischen Armee in Cuito Cuanavale hat es mir ermöglicht, heute hier bei Ihnen zu sein. Lang lebe die Kubanische Revolution, lang lebe der Genosse Fidel Castro!"

Angolas Präsident Lourenço bekräftigte, dass die Angolaner am Jahrestag des Siegs in Cuito Cuanavale den Kubanern, "die mit höchstem Opfer zum Sieg über Freiheit, Würde und Selbstbestimmung der Völker des südlichen Afrikas beigetragen haben", ihren tief empfundenen Respekt zollen.