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Rekordzahl im Kampf gegen Kinderarbeit in Brasilien

Maßnahmen des Arbeitsministeriums führten zum Höchstwert bei der Bekämpfung illegaler Beschäftigung von Kindern

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Die Regierung in Brasilien will den Kampf gegen Kinderarbeit weiter verstärken
Die Regierung in Brasilien will den Kampf gegen Kinderarbeit weiter verstärken

Brasília. Die Regierung von Inácio Lula da Silva hat im Jahr 2025 landesweit 4.318 Kinder und Jugendliche aus Situationen unerlaubter Arbeit herausgeholt. Dies berichtete das Ministerium für Arbeit und Beschäftigung (MTE) anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit.

Das ist die höchste Zahl seit 2015. Ihr gingen mehr als 10.000 Inspektionen voraus, die überwiegend in den Bereichen Gastronomie, Autowerkstätten, Industrie sowie Einzel- und Großhandel stattfanden. Auch bis Ende April 2026 wurden erneut Höchstwerte gemessen: 2.901 Inspektionen und 1.108 Kinder bzw. Jugendliche, die aus Situationen unerlaubter Arbeit herausgeholt wurden.

Das brasilianische Gesetz verbietet jegliche bezahlte Arbeit vor dem 16. Lebensjahr, mit Ausnahme von Lehrstellen, die ab dem 14. Lebensjahr angetreten werden dürfen. Die meisten Fälle von Kinderarbeit hängen mit Situationen zusammen, in denen die Minderjährigen zum Lebensunterhalt der in Armut lebenden Familien beitragen.

Bei den im Jahr 2025 und 2026 festgestellten Fällen waren mehr als 70 Prozent der Betroffenen den gefährlichsten Formen von Kinder- und Jugendarbeit ausgesetzt: Tätigkeiten, die mit hohen Risiken für die Gesundheit sowie die körperliche und psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen verbunden sind.

Die höchsten Zahlen an aus Zwangsarbeit herausgeholten Kindern und Jugendlichen wurden in den Bundesstaaten São Paulo, Minas Gerais, Pernambuco, Rio Grande do Sul sowie Mato Grosso do Sul und Espírito Santo verzeichnet.

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Laut dem MTE sind die Erfolge der verbesserten Kontrolle in den Bundesstaaten, gezielter Schulung der Inspektoren und übergreifender Koordinierung mit Partnern im Sozial- und Justizwesen zu verdanken. Hilfreich sei auch eine vom MTE zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingerichtete Online-Plattform zur Anzeige von Kinderarbeit.

Nach Roberto Padilha Guimarães, Koordinator im MTE-Sekretariat für Arbeitsaufsicht, belegen die Ergebnisse, "dass die Maßnahmen entscheidend zur Identifizierung, Unterbindung und Prävention von Kinderarbeit sowie zum Schutz und zur Gewährleistung ihrer Grundrechte beitragen".

Ziel der Regierung von Staatspräsident Lula da Silva sei es, Kinder und Jugendliche aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihre Einbindung in staatliche Programme zu fördern, um den Kreislauf von Unterdrückung zu durchbrechen. Sie sollen unabhängig von ihrer sozioökonomischen Situation das Recht auf ungestörte Entfaltung haben.

Im Interview mit Rádio Brasil de Fato erklärte Katerina Volcov, Geschäftsführerin des zivilgesellschaftlichen Nationalen Forums zur Prävention und Abschaffung von Kinderarbeit (FNPETI), dass der Kampf gegen die gesellschaftliche Normalisierung von Kinderarbeit eine große Herausforderung sei. Auch der Glaube, dass Kinderarbeit niemanden töte, sei falsch; allein 2024 wurden über 4.000 schwere Arbeitsunfälle mit Kindern und Jugendlichen gezählt. 

Volcov betonte, dass die "Armut einer der größten Faktoren der anhaltenden Situation ist". Zudem nähmen Kinder und Jugendliche in den Budgets öffentlicher Institutionen nach wie vor nicht den ihnen nach dem Gesetz zustehenden Platz ein. Eine Lösung erfordere einen multidisziplinären Ansatz und ein "ressourcenstarkes Netzwerk".