Erdbeben vor Mexiko trifft auch Guatemala und El Salvador

Schäden vor allem in Guatemala. Menschen in Panik wegen des Erdbebens in Venezuela

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In Quetzaltenango spürte man das Erdbeben in Guatemala am stärksten, das auch El Salvador und Mexiko betraf
In Quetzaltenango spürte man das Erdbeben in Guatemala am stärksten, das auch El Salvador und Mexiko betraf

Tapachula/Quetzaltenango et al. Ein starkes Erdbeben vor der Pazifikküste Mexikos hat am Freitagmorgen Mexiko, Guatemala und El Salvador betroffen. Das Beben mit der Stärke 7,4 auf der Richterskala ereignete sich nach übereinstimmenden Meldungen des Seismologischen Dienstes von Mexiko und Guatemala knapp 50 Kilometer vor der Küste der Stadt Hidalgo in Chiapas um 8:48 Uhr Ortszeit.

In Mexiko wurden zunächst keine Schäden bekannt. In der Stadt Tapachula erlitt eine Frau aus Haiti Verletzungen, als sie in Panik aus dem Fenster sprang. Im Bundesstaat Chiapas bemängelten Medien, dass bisher kein telefonisches Warnsystem existiere, obwohl der Bundesstaat in Mexiko an dritter Stelle der Erdbebenhäufigkeit liegt. Mauricio Cordero Rodríguez, der Sekretär für Katastrophenschutz, erklärte gegenüber der Presse, dass "der Auftrag für ein Projekt bereits vergeben wurde, die Installation soll im kommenden Monat beginnen und bis Jahresende sollen die Systeme installiert sein".

In Guatemala war der Südwesten des Landes am stärksten betroffen. Unmittelbar vor dem Erdbeben mit Epizentrum im Pazifik hatte sich um 8:47 Uhr Ortszeit ein erstes schwächeres Erdbeben mit der Stärke 5,6 ereignet, dessen Epizentrum im Departamento Quetzaltenango im Südwesten Guatemalas lag. In den Departamentos Quetzaltenango, Totonicapán, Sololá und San Marcos wurden Schäden an Häusern, Schulen und Gesundheitszentren gemeldet, verletzt wurde nach bisherigen Angaben aber niemand. Im Departamento Sololá stürzten an einem Abhang Felsbrocken und Geröll nach dem Erdbeben auf die Straße.

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Guatemalas Präsident Bernando Arévalo mahnte zur Ruhe und rief die Bevölkerung auf, die Anweisungen des Katastrophenschutzes zu befolgen. In Schulen, öffentlichen Gebäuden und Büros wurden die Menschen unmittelbar nach dem Erdbeben aufgefordert, sich im Freien aufzuhalten. Für den Nachmittag wurde an Schulen und Universitäten der Unterricht abgesagt. Bis Mittag wurden mehrere Nachbeben gemeldet, allerdings mit geringerer Intensität.

Im Departamento Quetzaltenango mit der gleichnamigen Hauptstadt war nach Presseberichten das Erdbeben auf guatemaltekischem Territorium am stärksten zu spüren. Mitarbeiter des Katastrophenschutzes Conred und des Roten Kreuzes waren bereits rund 30 Minuten nach dem Beben in einzelnen Stadtteilen vor Ort und begutachteten die Schäden. Mehrere Menschen erlitten einen Schock und wurden ärztlich behandelt. Das Conred richtete psychologische Betreuung in verschiedenen Bildungseinrichtungen im Südwesten des Landes ein.

Anwohner aus Quetzaltenango berichteten gegenüber amerika21, dass vor allem die Bilder des schweren Erdbebens in Venezuela vor wenigen Wochen das Gefühl von Panik nach dem Erdbeben verstärkt habe. Aus dem Nachbarland El Salvador wurden nach Presseberichten bisher nur "unbedeutende Schäden" gemeldet.