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Kuba: Oberster Gerichtshof weist Berufung von Alan Gross zurück

Havanna. Die Strafkammer des Obersten Gerichtshofes von Kuba für Vergehen gegen die Staatssicherheit hat Ende der Woche die Berufung des US-Amerikaners Alan Phillip Gross abgewiesen und somit die Gefängnisstrafe von 15 Jahren bestätigt, die von einer untergeordneten Instanz verhängt worden war.

Das Gremium lehnte den Antrag der Verteidigung gegen die Strafe ab, zu der Gross wegen Vergehen gegen die Unabhängigkeit und Integrität des Staates verurteilt worden war. Der US-Amerikaner war beschuldigt worden, elektronische Medien illegal nach Kuba eingeführt zu haben, um als Teil eines von Washington gesteuerten Programms interne Netzwerke aufzubauen. Diese hätten darauf  gezielt, die Ordnung des Landes zu untergraben, hieß es bei der staatlichen Nachrichtenagentur Prensa Latina.

Gross und seine Anwältin hatten ihre Argumente den mit dem Fall vertrauten Richtern am 22. Juli vorgetragen. Nach einer Erklärung des Gerichtshofes "verfügte der Angeklagte während des Verfahrens über alle Garantien und Rechte, die dafür in der Verfassung, der kubanischen Gesetzgebung und den für solche Fälle international üblichen Rechtsinstrumentarien vorgesehen sind". So seien ihm der Kontakt mit seinen Angehörigen und der Zugang zu Konsularbeamten der US-Interessenvertretung in Havanna ermöglicht worden.

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