Venezuela erkennt nur Gaddafi an, Ecuador kritisiert NATO

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Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño
Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño

Caracas/Quito/Tripolis. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat am Dienstag Nachmittag (Ortszeit) bekräftigt, dass seine Regierung derzeit keine Führung in Libyen außer der von Muammar Al-Gaddafi anerkennen wird. Er reagierte damit auf die Anerkennung des selbsternannten "Übergangsrates" durch zahlreiche EU- und NATO-Staaten. "Barack Obama sagt, dass er mit der neuen Regierung zusammenarbeiten werde", so Chávez im Beisein seines Kabinetts, "aber wir erkennen nur die Regierung von Muammar Al Gaddafi an."  Der Imperialismus habe die neue Strategie, die Völker zu entzweien, um dann zu intervenieren, sie auszubeuten und ihnen die Ressourcen zu entwenden, fügt Chávez an.

Auch Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño verurteilte in Presseinterviews die Intervention der NATO in Libyen, die seiner Meinung nach lediglich der Kontrolle über die ausgedehnten Erdölressourcen dieses nordafrikanischen Landes dient. Mit ihrem Handeln hätten die NATO-Staaten die Resolution erheblich verletzt, mit welcher der UNO-Sicherheitsrat im März eine Flugverbotszone über Teilen Libyens erlassen hat. Nur die massiven Bombenangriffe und das weitere Eingreifen der NATO habe den Rebellen zum Sieg verholfen, fügte Patiño an.

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