Chile: Erneute Polizeigewalt gegen Studierende

Santiago de Chile. Nach Angaben des lateinamerikanischen Nachrichtensenders Telesur ist es am Donnerstag erneut zu Übergriffen der chilenischen Polizeieinheit Carabineros auf einen Demonstrationszug von Studierendenverbänden gekommen. Nur wenige Minuten nach Beginn des Protestmarsches habe die Polizei gewaltsam die Demonstration aufzulösen versucht, berichtet die Korrespondentin von Telesur. Angaben über Verletzte oder Festnahmen legen bisher keine vor. Die chilenische Tageszeitung La Nacion berichtet in ihrem Onlineportal von Übergriffen auf Pressevertreter. So sei unter anderem ein Journalist des us-amerikanischen Nachrichtensenders CNN verletzt worden. 

Die Vorsitzende des Studierendenverbandes CONFECH, Camilla Vellejo berichtete über ihren Twitter Account von "der brutalsten Repression" in den bisherigen fünf Monaten der Mobilisierung. Gleichzeitig rief sie für heute abend zu weiteren Protesten auf. 

Erst gestern hatte die Studierendeorganisation CONFECH die Gespräche mit der Regierung über mögliche Reformen des Bildungssystem abgebrochen. Nach Verhandlungen mit Bildungsminister Felipe Bulne hatte es keine Annährung bei der zentralen Forderungen der Studierenden- und Schülerverbände nach einem kostenlosen Bildungssystem gegeben. 

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