Venezuela / Politik

Chávez geht auch nach neuer Krebs-OP von Genesung aus

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Chávez in der von VTV ausgestrahlten Aufzeichnung in Havanna
Chávez in der von VTV ausgestrahlten Aufzeichnung in Havanna

Havanna/Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez muss sich nach einer erneuten operativen Entfernung eines Krebsgeschwürs in Kuba einer Strahlentherapie unterziehen. Das teilte der 57-Jährige in einer Videoaufzeichnung mit, die am Sonntag vom venezolanischen Staatsfernsehen VTV ausgestrahlt wurde. Darin sagte Chávez, dass es sich bei dem bösartigen Geschwür um eine Wiederkehr eines im Juni 2011 entfernten Primärtumors in der Beckengegend handele.

Allerdings habe die Wucherung bislang keine Metastasen gebildet, so dass man trotz der wiederkehrenden Erkrankung von einer vollständigen Heilung ausgehen könne, sagte Chávez. "Das ist ein Kampf und ich bin bereit, mich ihm zu stellen. Wir werden leben und siegen."

Wie die erste Operation wurde auch der zweite Eingriff in einem Krankenhaus in der kubanischen Hauptstadt Havanna vorgenommen. Dort hatte sich der Präsident im vergangenen Jahr einer Chemotherapie in mehreren Zyklen unterzogen.

Die andauernde Erkrankung hat in Venezuela erhebliche politische Bedeutung, da Chávez am 7. Oktober erneut bei den Wahlen zur Präsidentschaft kandidiert. Vertreter der Opposition und regierungskritischer Medien heben vor diesem Hintergrund eine vermeintliche Regierungsunfähigkeit des seit 1999 amtierenden Chávez' hervor. Nach Angaben der venezolanischen Tageszeitung Últimas Noticias trat der Präsident dieser Strategie nun entgegen. Die Gerüchte über ihn und seine Erkrankung seien "lächerlich", zitiert ihn das Blatt. Angesichts der Angriffe politischer Gegner seien die Reihen der Regierung "jeden Tag stärker geschlossen", sagte Chávez im Beisein von Vizepräsident Elías Jaua, Außenminister Nicolás Maduro und weiterer Minister in Havanna.

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