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USA drängen Opposition in Venezuela zur Auflösung von ALBA-Bündnis

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Kevin Whitaker
Kevin Whitaker

Caracas/Washington. Die Regierung der USA hat nach Angaben des venezolanischen Journalisten José Vicente Rangel Vertreter der rechtsgerichteten Opposition dazu aufgefordert, im Falle eines Wahlsieges das alternative Staatenbündnis ALBA aufzulösen und die Kooperation mit Kuba zu beenden. Der ehemalige Stellvertreter von Präsident Hugo Chávez bezog sich in seiner wöchentlichen Fernsehsendung auf dem privaten Fernsehsender Televen auf ein Treffen zwischen dem Lateinamerika-Beauftragten im US-Außenministerium, Kevin Whitaker, und Pedro Mario Burelli sowie Rocío Sanmiguel vom venezolanischen Oppositionsbündnis "Tisch der demokratischen Einheit" (MUD).

Der MUD vereint 15 Gruppierungen, die den Politiker Henrique Capriles Radonski für die Präsidentschaftswahlen am 7. Oktober dieses Jahres aufgestellt haben. Dem rechtsgerichteten Politiker werden nach aktuellen Umfragen jedoch nur wenige Chancen eingeräumt.

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Nach Auskunft von Rangel hatte Whitaker von den Vertretern der Opposition gegen Chávez gefordert, im Falle eines Wahlsieges umgehend die US-Blockade gegen Kuba durchzusetzen und die laufenden Beziehungen zu dem sozialistischen Karibikstaat einzustellen.

Am Dienstag vergangener Woche hatte der Oberkommandierende des für Lateinamerika und die Karibik zuständigen "Südkommandos" der US-Streitkräfte vor dem US-Kongress zudem vor "einem zunehmenden Gewaltniveau und einer andauernden wirtschaftlichen Instabilität" in den Staaten des ALBA-Bündnisses gewarnt. Das Klima in linksregierten Staaten wie Bolivien, Kuba und Venezuela könne "negative Auswirkungen auf US-amerikanische Bürger und Militärs in der Region haben", so Fraser nach einem Bericht des Chefredakteurs der venezolanischen Tageszeitung Últimas Noticias, Eleazar Díaz Rangel. Auch übte der US-Militär Kritik an der Kooperation der genannten Staaten mit Iran.

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