Südamerika stärkt Integration im Energiesektor

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat Argentinien angeboten, sich an der Erschließung und Förderung einer der größten Erdölreserven der Welt zu beteiligen. Bei einem Treffen mit dem argentinischen Planungsminister Julio de Vido Ende Juli in Caracas wurde die Zusammenarbeit der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PdVSA mit dem im April dieses Jahres renationalisierten argentinischen Erdölunternehmen YPF vereinbart. Sie umfasst die Erforschung und Ölbohrung im Orinoco-Becken, in dem nach Schätzungen etwa 300 Milliarden Barrel Rohöl-Reserven lagern.

Venezuela hat im Januar 2012 bereits mit der staatlichen argentinischen Gesellschaft ENERSA ein ähnliches Abkommen geschlossen, das die Förderung und Produktion von 100.000 Barrel Rohöl pro Tag im Orinoco-Becken regelt. "Jetzt wünschen wir, dass sich auch YPF mit all seiner Kraft, seinem Potenzial und seiner Erfahrung im Orinoco-Delta und in den bereits produzierenden Ölfeldern engagiert", sagte Chávez bei der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Treffen.

Wie Chávez weiter erläuterte, soll die neue Partnerschaft auch die Mitwirkung der PdVSA in Energieprojekten auf argentinischem Territorium beinhalten.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr