Kolumbien / Politik

Indigene Gemeinschaften fordern Beteiligung an Friedensgesprächen

Bogota. Indigene Gemeinschaften in Kolumbien haben eine Beteiligung an den Friedensgesprächen zwischen der FARC-Guerilla und der kolumbianischen Regierung gefordert.

In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Sender Radio del Sur erklärte der Vorsitzende der nationalen Organisation der Indigenen Völker Kolumbiens (ONIC), Luis Andrade, dass für einen dauerhaften Friedensprozess nicht nur die Kriegsparteien involviert sein müssten, sondern alle von dem Konflikt betroffenen Teile der kolumbianischen Gesellschaft.

Dabei müsse vor allem auf die indigenen Gemeinschaften Rücksicht genommen werden, da diese von dem bewaffneten Konflikt am stärksten betroffen seien. Den indigenen Gemeinschaften müsse die Möglichkeit gegeben werden, ihre territoriale Selbstbestimmung und Autorität im Rahmen der Verhandlungen vertreten zu können.

Sie schätzen unsere Berichterstattung?

Dann spenden Sie für amerika21 und unterstützen unsere aktuellen, hintergründigen und professionellen Beiträge über das Geschehen in Lateinamerika und der Karibik.

Damit alle Inhalte von amerika21.de weiterhin für Alle kostenlos verfügbar sind.

Ihr amerika21-Team

Andrade forderte auch, dass die afrokolumbianische sowie die Bauernbevölkerung bei den Verhandlungen berücksichtigt wird. Eine Lösung des Konflikts könne nicht nur zwischen der Regierung und der FARC verhandelt werden.

Um einen wirksamen und dauerhaften Friedensprozess zu erlagen, müssten einige minimale Bedingungen erfüllt werden, so Andrade. Wichtige Voraussetzungen seien der Waffenstillstand und das Einstellen der Feindseligkeiten, die Achtung des Humanitären Völkerrechts und den Respekt vor der territorialen Autonomie der indigenen Völker.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr