"Kolumbien will Frieden". Laut einer Umfrage vom August 2012 befürworten 74,2 Prozent der Bürger Kolumbiens einen Friedensdialog

Dossier

Kolumbianische Friedensgespräche

Hoffnung auf Ende des Konfliktes. Breite nationale und internationale Unterstützung

Am 18. Oktober 2012 haben in Oslo die Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) begonnen, die zu einem Ende des fast 50 Jahre andauernden bewaffneten Konflikts führen sollen. Norwegen und Kuba fungieren als Garanten, Venezuela und Chile als Begleiter des Friedensprozesses. Ab dem 19. November wurden die Gespräche in Havanna fortgesetzt, bei dieser Gelegenheit erklärten die FARC einen einseitigen Waffenstillstand bis zum 20. Januar 2013. Bereits im Vorfeld hatte die Guerilla eine bilaterale Waffenruhe während der Verhandlungen vorgeschlagen. Dies lehnt die Regierung von Präsident Juan Manuel Santos bis heute ab.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die sechs Themen Landreform, Demokratisierung und politische Beteiligung der Bürger, Ende des Konfliktes und politische Integration der Guerilla, Lösung des Problems der illegalen Drogen, Entschädigung für die Opfer, Durchführung und Verifizierung des Friedensabkommens.

Es ist der dritte Friedensprozess seit Beginn des bewaffneten Konflikts. Die linksgerichteten FARC wurden im Mai 1964 von Mitgliedern der kommunistischen Partei Kolumbiens und Bauern gegründet. Ihr Kampf richtet sich seitdem gegen die oligarchische Land- und Machtkonzentration in Kolumbien. Die derzeit größte Guerillaorganisation Lateinamerikas soll weiterhin eine Stärke von tausenden Kämpfern besitzen.

Laut einer Umfrage vom vergangenen August befürworten 74,2 Prozent der Bürger Kolumbiens einen Dialog mit den FARC. Auch international wird der Friedensprozess unterstützt.

Friedensabkommen zwischen Farc und Regierung in Kolumbien unterzeichnet

Nach 52 Jahren Ende des bewaffneten Kampfes der Farc eingeleitet. Hochrangige Politiker, Diplomaten und internationale Vertreter der Finanzwelt bei Zeremonie

Cartagena de Indias. Präsident Juan Manuel Santos und der Oberkommandierende der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc), Rodrigo Londoño alias Timoleón Jiménez, haben am … weiter ›

Zur Schlussvereinbarung zwischen Farc-EP und Regierung

Zusammenfassung des am 24. August 2016 in Havanna vereinbarten endgültigen Abkommens

Am Mittwoch, den 24. August, wurden in Havanna im Salón de Protocolo in El Laguito die letzten Punkte für das Friedensabkommen besiegelt. In einer Pressekonferenz wurde dabei die gemeinsame Erklärung … weiter ›

Historischer Moment ‒ Friedensabkommen für Kolumbien

Farc und Regierung erzielen Einigung. Unterstützung aus aller Welt. Plebiszit für Oktober angekündigt. Besorgnis hinsichtlich der Umsetzung des Friedens

Havanna/Bogotá. Die Delegierten der Regierung von Präsident Juan Manuel Santos und der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) haben in der kubanischen Hauptstadt Havanna ein … weiter ›

Inhalt abgleichen