Hacker attackieren Websites der mexikanischen Regierung

Mexiko-Stadt. Mexikanische Hacker haben am Sonntag mehr als zehn Internetseiten von staatlichen Stellen, politischen Parteien und Zeitungen Mexikos angegriffen. Mit der Aktion drückt die Gruppierung "Mexikanischer Cyberprotest" (CPM) ihre Ablehnung gegenüber dem neugewählten Präsidenten Enrique Peña Nieto aus. Unter dem Motto "Diesen 16. September hat Mexiko nichts zu feiern" hatte die Gruppe am mexikanischen Unabhängigkeitstag eine Botschaft auf den Seiten veröffentlicht, in der sie die Regierungsarbeit des scheidenden Präsidenten Felipe Calderón kritisiert und Peña Nieto des Wahlbetrugs bezichtigt.

Der CPM bezeichnet seine Aktion als pazifistischen Cyberprotest und grenzt sich von internationalen Organisationen wie Anonymous ab. "Wir sind keine Kriminellen, wir sind Studenten, Arbeiter und produktive Mexikaner, die es leid sind und einen Weg suchen um unsere Ablehnung auszudrücken."

Am Unabhängigkeitstag kam es auch auf den Straßen Mexikos zu Protesten gegen Calderón und Peña Nieto. Die studentische Bewegung #YoSoy132 hatte Demonstrationen in elf mexikanischen Städten organisiert. Nach Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es in Mexiko-Stadt 15 Verletzte. Insgesamt wurden in Mexiko 97 Teilnehmer der Proteste verhaftet.

#YoSoy132 hatte bereits während des Wahlkampfs Aktionen gegen den Kandidaten der Partei der Institutionellen Revolution (PRI), Enrique Peña Nieto, initiiert und wirft ihm nun Wahlbetrug und Stimmenkauf vor.

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