Kolumbien: Bericht über die Situation der Kriegsgefangenen übergeben

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Plakat in Solidarität mit den Gefangenen in Kolumbien
Plakat in Solidarität mit den Gefangenen in Kolumbien

Bogotá. Kolumbiens Regierung von Präsident Juan Manuel Santos befasst sich mit der Situation der gefangenen Guerilleros. Dies gab die Regierung am Montag in einer Presseerklärung bekannt. Grundlage sei der Bericht einer Kommission aus Kongressabgeordneten und Vertretern humanitärer Organisationen, den diese nach Gesprächen mit 274 Guerilleros in verschiedenen Gefängnissen des Landes verfasst haben.

Zur Kommission gehören die Abgeordneten Gloria Inés Ramírez, Iván Cepeda Castro, Hernando Hernández, Angela María Robledo, Gloria Stella Díaz und ihre Mitarbeiter sowie Vertreter der Solidaritätsgruppen mit den Politischen Gefangenen Lazos de Dignidad, Fundación Comité de Solidaridad con Presos Políticos und dem Comité de Solidaridad con los Presos Políticos der Kommunistischen Partei Kolumbiens.

Der Bericht beinhalte eine Bestandsaufnahme der aktuellen Haftbedingungen sowie eine Reihe von Empfehlungen, die nun ausgewertet werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Arbeit der Kommission sei "sehr hilfreich im Rahmen der Politik zur Verbesserung der Haftbedingungen".

Details des Berichtes wurden nicht genannt. Es werde regelmäßige Treffen zwischen Vertretern des Justizministeriums und der Kommission geben, um deren Empfehlungen zu diskutieren.

In Kolumbien gibt es zwischen 7.500 und 9.500 politische Gefangene, davon circa 1.000 Kriegsgefangene aus den Guerillaorganisationen. Auf die unmenschlichen Haftbedingungen dieser Gefangenen, auf Misshandlungen und Folter in den kolumbianischen Gefängnissen wird seit Jahren von nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen und dem UNO-Menschenrechtskomitee hingewiesen und dagegen protestiert. Die Gefangenen setzen sich immer wieder mit Hungerstreiks zur Wehr, wie zuletzt im August dieses Jahres.

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