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Brasilianischer Ex-Präsident Lula berät Regierung in Mexiko

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Berät Mexikos Regierung: Lula da Silva
Berät Mexikos Regierung: Lula da Silva

Mexiko-Stadt. Der Anfang des Jahres vom mexikanischen Präsidenten verkündete "Kreuzzug gegen die Armut" erhält prominente Unterstützung: Brasiliens früherer Präsident Luiz Inácio "Lula" da Silva wird die Regierung des Konservativen Enrique Peña Nieto ab dem 19. April zur Umsetzung des Sozialprogramms beraten. Das gab das Entwicklungsministerium am Dienstag bekannt. Nach Angaben des Vorsitzenden des Ministeriums, Rosario Robles, ist er dafür durch seine Erfahrungen mit dem erfolgreichen brasilianischen "Null-Hunger-Programm" (Fome Zero) qualifiziert.

Am 21. Januar hatte der mexikanische Präsident das Programm im Bundesstaat Chiapas vorgestellt. Dieser gilt als einer der ärmsten Bundesstaaten Mexikos – einem Land, das insgesamt einen erschreckend hohen Anteil extremer Armut aufweist. Laut offiziellen Statistiken liegt die Anzahl derer, die von weniger als einem US-Dollar am Tag leben, bei 7,4 Millionen. Die Gesamtbevölkerung Mexikos liegt bei 112 Millionen.

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Der "Kreuzzug gegen den Hunger" zielt auf eine vollständige Beseitigung des Hungers sowie der Unterernährung von Kindern. Erreicht werden soll dies durch steuerliche Anreize für Unternehmen, die ihre Überschüsse spenden, durch die Gründung von Tafeln sowie durch Aufklärungskampagnen zur Kindesernährung, vor allem unter Frauen. Zusätzlich sollen Infrastrukturprogramme den Zugang zu Trinkwasser, Straßen, Elektrizität und Gesundheitsversorgung verbessern.

Direkt nach der Vorstellung des Plans im Januar diesen Jahres hatten mehrere linke Gruppierungen, unter ihnen auch die EZLN, ihre Ablehnung gegenüber dem Sozialprogramm geäußert, deren Nachhaltigkeit sie anzweifeln.

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