Venezuela / Politik

Sozialisten gewinnen Kommunalwahlen in Venezuela

Regierende PSUV als stärkste politische Kraft des Landes bestätigt. Opposition dominiert die bevölkerungsreichsten Städte

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Vor einem Wahllokal in Bellas Artes, Caracas
Vor einem Wahllokal in Bellas Artes, Caracas

Caracas. Die Kommunalwahlen in Venezuela sind am gestrigen Sonntag ohne große Zwischenfälle durchgeführt worden. Die ersten Ergebnisse über die Wahlen für die Bürgermeisterämter gab die Präsidentin der Wahlbehörde CNE, Tibisay Lucena, um 22 Uhr (Ortszeit) bekannt.

Demnach erzielte die regierende sozialistische Partei von Präsident Nicolás Maduro (PSUV) 44,16 Prozent der landesweit abgegebenen Stimmen, der Block der im "Tisch der Demokratischen Einheit" (MUD) zusammengeschlossenen oppositionellen Parteien 40,96 Prozent. 1,6 Prozent wählten die mit der PSUV verbündete Kommunistische Partei (PCV).

Von den Hauptstädten der Bundesstaaten gewann das im Großen Patriotischen Pol (GPP) verbündete Regierungslager 13 Bürgermeisterämter und der MUD sieben. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,92 Prozent. Die Zahlen geben den Stand nach Auszählung von 97,52 Prozent der abgegebenen Stimmen im ganzen Land wieder.

Die PSUV stellt demnach in mindestens 196 Gemeinden (Municipios) den Bürgermeister, der MUD gewann in mindestens 53 Gemeinden. Die Zahlen geben den Stand wieder, nachdem die Ergebnisse für 77 Prozent der Bürgermeisterämter im Land feststanden. Bei der Kommunalwahl 2008 hatte die PSUV von 327 Gemeinden 265, der MUD 62 gewonnen.

Einige der 13.500 Wahllokale im ganzen Land öffneten mit leichter Verspätung. Ihre Schließung, die offiziell auf 18 Uhr angesetzt ist, wurde für einzelne Wahllokale bis etwa 20 Uhr hinausgeschoben, da noch Wähler anstanden.

Die ruhige und entspannte Stimmung des Wahltages kontrastierte nach Berichten örtlicher Beobachter stark zu den letzten Präsidentschaftswahlen im April. Die Wahlbehörde meldete insgesamt nur wenige Zwischenfälle.

Sowohl Präsident Nicolás Maduro als auch der Führer des Oppositionsbündnisses MUD, Henrique Capriles Radonski, hatten zuletzt am Wahltag die Bevölkerung aufgerufen, ihr Wahlrecht auszuüben.

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